Weitere (freie) Reparaturtipps:

Monitor oder Fernseher reparieren

Es sei vorausgesetzt, dass Und man hat die Lizenz zum Löten.
Ersatzteile gibt's bei Reichelt.
Manchmal ist bereits das Öffnen des Monitors ein Kunststück!

Flachbildschirm reparieren

Betrifft auch Notebook-Bildschirme. Wegen des beengten Bauraums ist deren Reparatur und Test wesentlich schwieriger!

CFL-Röhren- Ansteuerung

Mit der Zeit werden die CFL-Röhren (Hintergrundbeleuchtung) hochohmig. Alte Geräte wurden mit Konstantspannung gespeist, da war die Helligkeitsabnahme sichtbar. Neuere Geräte werden mit Konstantstrom gespeist, um diesen Effekt zu vermeiden. Der verwendete 16-polige Regelschaltkreis (meist ROHM BA9741, aber auch der pinkompatible TI TL1451 oder auch A1741S) schaltet bei Unterstrom nach ca. 1 s (beschaltungsabhängig) ab. Daher ist das Fehlerbild: An das Menü mit der Helligkeits-Einstellung (= Strom-Sollwert) kommt man nicht mehr heran (was das Problem aufschieben würde).

Lösung:

Das legt den „Kurzschlussschutz“ lahm, der hier eher ein sinnloser „Leerlaufschutz“ ist. Klar, dass das die Lampen nicht heller macht. Aber so kann man den Monitor bis zum Ultimo betreiben und irgendwann später die CFL-Röhren austauschen. Die Helligkeitseinstellung per OSD ist weiterhin möglich, nur die Maximalhelligkeit ist begrenzt, sodass sich im hinteren Einstellbereich nichts mehr tut.

Beim OZ960 sieht die Lebensverlängerunsmaßnahme so aus: siehe Foto! Aber Achtung! Derartige Schaltkreise mit Sanftanlauf zeigen das gleiche Fehlerbild bei defekten Elkos an der Speisespannung, insbesondere wenn eine Sicherung den Weg zur Stromversorgung etwas hochohmig macht. Daher immer mit dem Oszilloskop die Speisespannung (typ. 12 V) beobachten. Ist während des Hochlaufs eine Wechselspannung zu beobachten, ist hier Kondensatorpest die Fehlerursache, ohne dass diese Kondensatoren sichtbar verformt sind. So gesichtet bei einem FSC ScenicView P20-2.

In einem anderen Fall befand sich um den mit Schutzschaltungen vollgestopften OZ960 mindestens eine weitere Schutzschaltung. Diese wird dann — wie im Datenblatt angegeben — umschifft: Das Einschaltsignal wird direkt an Pin 3 geführt, die externe Schutzschaltung mit zig Transistoren ist wirkungslos.

Bei einem OZ9925 (hier ein Blockschaltbild), zu dem es partout kein Datenblatt gibt, wirkte ein Widerstand 100 kΩ zwischen Pin 12 „TIME“ und Masse. Eine Drahtbrücke tut's auch.

An den Bastler: Bei allen OZ-Schaltkreisen helfen die Maßnahmen nicht im laufenden Betrieb! Man muss den Monitor jeweils vom Stromnetz trennen und verbinden, um die Wirkung hinzugefügter Bauelemente zu testen, denn im Innern wirkt eine Flipflop-Schutzschaltung. Das macht diese Schaltkreise besonders lästig.

Etwas Theorie:
Sinusoszillatoren (das Arbeitspferd aller Lampentreiber, auch von Energiesparlampen) lassen sich nicht regeln. Sie arbeiten immer proportional zur Amplitude ihrer Speisespannung. Daher ist bei konventionellen Lampentreibern ein Tiefsetzsteller vorgeschaltet, mit dem die Strom- und damit Helligkeitsregelung realisiert wird. Mit zunehmendem Alter nimmt die Brennspannung der Lampen pro Stromeinheit zu (der Wirkwiderstand steigt), und ab einer bestimmten Grenze könnte man die Spannung statt des Stroms begrenzen, um die Trafos zu schützen. Dabei würde es etwas dunkler werden.
Bei den OZ-Schaltkreisen hingegen läuft der Sinusoszillator immer mit Maximalamplitude und wird mit einigen 100 Hz ein- und ausgeschaltet. Man spart sich so den extra Tiefsetzsteller und die extra Drossel. Optische PWM also, wie man es mit Leuchtdioden macht. Hat natürlich den Nachteil, dass man mit der Reduktion der Helligkeit nicht die Lebensdauer der Hochspannungstrafos verlängert, sondern nur die der Lampen (wenn überhaupt). Da die Spannungsüberwachung immer bei vollem Lampenstrom läuft, werden schon früher „alte Lampen“ gemeldet, und eine Schutzschaltung spricht an und sperrt den gesamten Schaltkreis. Keine Spannungsbegrenzung. Geht ja auch nicht mit dem PWM-Prinzip. Schade.

Ein OZT1060 ist bei mir auch schon mal aufgetaucht.

Zum Test ohne PC-Signalspeisung eignet sich dieser einfache VGA-Testbild-Signalgenerator

Schwangere Elkos und deren Folgeschäden reparieren

In aller Regel zeigt sich ein Totalausfall. Bisweilen blinkt die Einschalt-Kontroll-LED. Zur Unterscheidung vom vorhergehenden Fehlerbild mit einer hellen Taschenlampe aufs eingeschaltete, schwarze Display leuchten und typische Windows/Linux/MacOS-Konturen (Fenster, Start-Button) aufsuchen / erkennen. Kommentierte Fotos (aufgenommen nach der Reparatur):

CCFL mit Kabelbruch

Sehr ähnliches Fehlerbild wie oben!!

Im Beispiel handelte es sich um einen Breitbildmonitor mit Ansteuerchip FAN7313. Fehlerbild: Bild erscheint kurz mit dem Geräusch überschlagender Funken, danach verschwindet es. Das Fehlerbild ist ein wenig von der Verbiegung des Monitors sowie anderen Umwelteinflüssen abhängig.

Man kann es eingrenzen und von dem o.g. Fehlerbild sicher unterscheiden, indem man nach und nach immer eine Lampe absteckt und einschaltet. Verschwindet das Geräusch, ist der Fehler lokalisiert. Je nach Konstruktion des Hochspannungsgenerators wird die Oszillation trotzdem nach 1-2 s stoppen, weil eine der Schutzschaltungen anspricht. Das ist normal.

In meinem Fall war die Lötstelle an der Lampenröhre abgerissen: Die Hochlauf-Hochspannung bewirkt den hörbaren Funkenüberschlag innerhalb der weißen quaderförmigen Isolier-Silikonkappe, die gleichzeitig die Röhre in Position hält.

Bei älteren Monitoren hat man Glück und kann die Lampen seitlich herausziehen. Beim vorliegenden Exemplar (Hyundai W220D) musste das Display so ziemlich komplett zerlegt werden. Der entsprechende Draht wurde mitsamt seiner aufgeschrumpften (und innenklebenden) Zusatzisolation durch den Silikonkappe gepopelt, angelötet und das Ganze akkurat zurückgezogen. Auch wenn die andere Lampenröhre noch dran ist. Das Aufschneiden des Klötzchens ist nicht nötig und ohnehin zu vermeiden! Silikongummi ist extrem dehnbar, dass kann und muss man hierbei ausnutzen. Dass die Zuleitung einen Millimeter kürzer wird ist verschmerzbar.

Display auseinandernehmen und zusammensetzen

Ein Video wäre hier nicht schlecht, aber mir fehlte ein Kameramann dafür. Beim nächsten Mal vielleicht … daher stichpunktartig: Wem der Mut dazu fehlt: Ein kaputtes Display kann schlimmstenfalls noch kaputter gehen.

CCFL-Ballastkondensatoren

Diese gehen gelegentlich von selbst kaputt, deutlich sichtbar schwarz, mit Rauchzeichen und stechendem Geruch. Fehlerbild wie oben: Ganz kurzes Aufblitzen der anderen Röhre, dann spricht die Schutzschaltung an. Einfach ersetzen. Notfalls durch Reihen- und Parallelschaltung, wie hier zu sehen:

Sonstige Schäden

Folgende Fehler lohnen nicht; wegwerfen! Bei Smartphones und Laptops ggf. Display ersetzen.

Beamer reparieren

Beamer reparieren lohnt sich finaziell nur dann, wenn die Lampe noch heil ist. Denn für die Ersatzlampe werden dermaßen horrende Preise verlangt, dass deren Defekt einem Totalruin gleichkommt. Genauso wie bei Verbrauchsmaterial von Tintenstrahl- und Laserdruckern.

Ein Umbau zu einem LED-Beamer (NEC LT1070)

Beamer-Netzteil reparieren (DELL 3100MP)

Ab hier wird die Webseite nicht mehr gepflegt, Röhrengeräte braucht eh' keiner mehr. Bei speziellen Einsätzen etwa in Werkzeugmaschinen sollte auf einen TFT-Bildschirm adaptiert werden. Die Reparatur von konventionellen Oszilloskopen verläuft übrigens anders, da deren Schaltungstechnik sich erheblich von Fernsehern und Monitoren unterscheidet.

Röhren-Monitor reparieren

Eine Anleitung als Entscheidungsbaum zur Reparatur der häufigsten Fehler in konventionellen Computer-Monitoren und Fernsehgeräten (FSG).

Fehlerbild

Schaltpläne

Im wesentlichen brauchen Sie zum Ausdruck einen A0-Drucker:-) Und beim IE müssen Sie die automatische Bildverkleinerung abschalten.

Adressen, wo man Zeilentrafos bekommen kann

Hinweis: Oftmals ist die Navigation auf den Web-Seiten grottenschlecht; da sollte man nicht verzagen, sondern sich per Email ein Angebot einholen - und auf den Missstand hinweisen.
Email kostet Dich fast nichts - aber dem Betreiber schlechter Web-Seiten eine Menge Arbeit beim Beantworten - will er nicht die Kunden verlieren!