Teekanne
Aufgabenstellung
Bei der Zubereitung eines Tees werden mw=850 g kochendes Wasser in eine Teekanne aus Keramik (Masse mk=880 g, spezifische Wärmekapazität ck=0,73 kg⋅KkJ) gegossen. Welche Temperatur ϑm hat das Wasser nach dem Temperaturausgleich mit der Kanne? Vor dem Befüllen besaß die Kanne Raumtemperatur (ϑk=22 °C). Wärmeabgabe an die Umgebung darf vernachlässigt werden.
Lösung
Der Temperaturausgleich erfolgt, indem Wärme vom Wasser auf die Kanne übertragen wird und endet, wenn beide Systeme die gleiche Temperatur Tm beziehungsweise ϑm haben. Dabei gibt das Wasser die Wärme
∣Qab∣=mwcw(Tw−Tm)
ab. Die Kanne nimmt die Wärme
∣Qauf∣=mkck(Tm−Tk)
auf. Da keine Wärmeabgabe an die Umgebung erfolgen soll, gilt ∣Qab∣=∣Qauf∣:
mwcw(Tw−Tm)=mkck(Tm−Tk).
Die Klammern werden aufgelöst und die einzelnen Terme nach den Temperaturen Tw, Tm und Tk sortiert:
(mwcw+mkck)Tm=mwcwTw+mkckTk.
Für die gesuchte Ausgleichstemperatur folgt daraus:
Tm=mwcw+mkckmwcwTw+mkckTk=361 K
beziehungsweise
ϑm=88 °C.