NI PXIe-6366

Schadensverlauf

Deren Analogausgänge wurden durch ein Schweißgerät zerstört, mit offensichtlich umfangreichen Schäden an dieser Karte sowie am BNC-Verteiler „NI BNC-2090A“:

 
Fotos zum Nachvollziehen der Bestückung, man sieht einen Ausplatzer am vielbeinigen Schaltkreis links

So wie's aussah kamen da einige 100 Volt (zum Zünden des Lichtbogens) sowie einige 100 Ampère (zum Verkokeln der Leiterplatte) von hinten auf die Platine.

Reparatur

Klar dass das niemand offiziell reparieren möchte. 4000 Euro Schaden. Aber dem Inschenör ist nichts zu schwör und macht sich selber an die Reparatur.

Wie sich dabei herausstellte, waren die Operationsverstärker AD8512A rund um den D/A-Wandler ebenfalls abgeschossen, nicht aber die LT1468. Sicherheitshalber werden diese gleich mit gewechselt, nur für den Fall dass sich ihre hervorragenden technischen Daten verschlechtert haben sollten.

Alles beschaffbare Bauteile. Hier ein Schaltplan-Auszug:

Schaltplan-Auszug Analogteil der D/A-Wandler, inklusive Bauteilnummern

Nach dem Tausch der beiden DAC8820 und AD8512A geht alles wieder. Die beiden LT1468 wurden nach Lieferung ebenfalls ausgetauscht. Sicherheitshalber.

USB-6008

Fehlerbild: USB-Interface tot nach Überspannung.

Hier wurde an USB D- High gemessen. Da der Silabs-Mikrocontroller C8051F32 sowohl Low-Speed als auch Full-Speed sprechen kann, spricht alles für einen Verlust der Firmware. Auch der Quarz schwingt nicht. Reparatur lohnt nicht. Leider. Closed-Source.

Schaltplan siehe dort, anderer Rettungsversuch.

PCI-6251

Bei Schweißtechnikern geht wohl öfters etwas kaputt. Diesmal ein NI PCI-6251. Fehlerbild: A/D-Wandler und D/A-Wandler tot, Karte wird vom PC erkannt.

Der D/A-Wandler-Trakt sieht genauso aus wie im Bild 2, nur der 50-Ohm-Widerstand am Ausgang ist durch eine Halbleiterkombination ersetzt. Diese war defekt, habe ich durch je einen 47-Ohm-Widerstand ersetzt.

Der D/A-Wandlerchip ist diesmal der pinkompatible LTC1597.

Die ominösen Eingangschips an den Analogeingängen mit der Bezeichnung 4816PLF sind 8 Einzelwiderstände, 1 kΩ. Danach folgt der Eingangsmultiplexer ADG507, dann eine Unmenge Krimskrams und am Ende als A/D-Wandler ein ADS8406.

Platinen-Ansichten

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