Bezeichnung: Uhlenbrock Power 4
Funktionsweise: Die das GerĂ€t speisende Wechselspannung (16 V~?) wird 2Ă einweg-gleichgerichtet und mit den beiden groĂen Elkos geglĂ€ttet. So steht eine Gesamt-Zwischenkreisspannung von 40 V = 2Ă 20 V zur VerfĂŒgung. Der Mittelpunkt wird an die eine Schiene gelegt, und die andere kommt an den Ausgang der PWM-Endstufe. Diese Endstufe generiert standardmĂ€Ăig eine Wechselspannung im Langzeit-TastverhĂ€ltnis 1:1 mit Kurzzeit-Modulation fĂŒr die Ăbertragung der Digitalsteuersignale. Das TastverhĂ€ltnis weicht von 1:1 ab zur Steuerung einer Analog-Lok. Die Wagenbeleuchtung bekommt so stets Strom in voller Höhe.
Fehlerbild: Gleichspannung am Ausgang: Eine analoge Lok fÀhrt unkontrollierbar los. Eine digitale Lok verhÀlt sich taub. Im Innern ein durchgebrannter SMD-Schaltkreis.
Der eingekreiste Bereich ist fĂŒr die Parallelschaltung mehrerer MOS-HalbbrĂŒcken vorgesehen. Daher kann man beliebig viele bestĂŒcken und auch höhere Ausgangsströme schalten.
Defekt: Beide 8-Beiner waren defekt!!
Ursache: Unbekannt, da bei Ebay verkaufter Artikel mit âging bis zuletztâ. Der ĂŒbliche Betrug, der kaum nachzuweisen ist.
Ersatz: Original verbaut sind 2 âZXMC6A09â, je 2 komplementĂ€re MOSFETs 60 V â 5 A. Bei Reichelt gibt es nur wenig schwĂ€chere IRF7343: 55 V â 4 A. Man kann ja davon ein paar mehr kaufen und bestĂŒcken fĂŒr mehr Strom.
Austausch: Um die Leiterplatte nicht zu gefĂ€hrden, schneidet man von SMD-ICs grundsĂ€tzlich mit dem Cuttermesser Bein fĂŒr Bein ab, bis der Plastkorpus herausfĂ€llt. Erst danach sammelt man mit dem Lötkolben die Beinreste ein. Mit Entlötlitze werden die SMD-LötflĂ€chen von ZinnhĂŒgeln befreit. Danach gibt man am besten auf jede LötflĂ€che ein HĂ€ufchen Lötpaste, drĂŒckt den neuen IC hinein und verlötet das erste Bein, prĂŒft und korrigiert ggf. den richtigen Sitz und lötet dann den Rest fest.
Immer noch defekt: FĂŒr den Anwender ergab sich ein unverĂ€ndertes Fehlerbild. Dazu war es erforderlich, den Schaltplan der Endstufe zu âdisassemblierenâ. Die Platine scheint mindestens 4 Kupferlagen zu haben: Ein schwieriger Fall.
Ursache: Transistor BC846 hatte Kurzschluss zwischen Basis und Emitter, âobereâ HalbbrĂŒcke folglich tot und damit resultierende Gleichspannung auf dem Gleis.
Es geht um eine Modellbahn-Digitalsteuerung mit PIC16F628A (1,15âŹ) aus dem Jahr 2006. Dazu ein Bild (Schaltplan) mit ĂnderungswĂŒnschen.
Den Quelltext von SimpleMaus_v2 habe ich hier lesbarer umgestaltet. Die Assemblierung mit mpasmx.exe generiert die gleiche HEX-Datei wie das Original.
Ziel ist die Ănderung des Potenziometerverhaltens: Statt als Fahrtsteller zu fungieren soll dieser in der Mittelstellung aus sein und an den beiden AnschlĂ€gen âvolle Fahrtâ ausgeben, wie bei den DDR-ĂŒblichen Modellbahntrafos sowie bei der Multimaus. R7 ist erforderlich, weil der Gleichtakteingangsspannungsbereich der PIC nicht bis UCC reicht. Der derzeitige Stand bei Verwendung unverĂ€nderter Hardware ist dieser Quelltext.
Da der Originalschaltplan als Original (Eagle, nicht GIF oder PDF) partout nicht aufzutreiben war, habe ich diesen erst mal nachgezeichnet. Genauso hÀsslich und nichtssagend wie die Vorlage, die einen PIC16F84 als Mikrocontroller verwendete: Man war zu faul, die Bibliothek zu erweitern. Hier ist die Quelle mit einem möglichen Board-Layout, zum Download und/oder zur Ansicht.
Man kann's auch kompakt aufbauen, wenn man sich MĂŒhe gibt:
Im Schaltplan einer Gleisbesetztmeldung tauchte irgendwo ein Siemens-Optokoppler IL 222 T auf, den es vor langer Zeit in der Elektronik-Apotheke gab. Es ist ein Optokoppler mit Wechselspannungs-Eingang und Darlington-Ausgang. Etwas vergleichbares oder gar pinkompatibles gibt es heutzutage nicht, aber eine Ersatzschaltung dafĂŒr ist auch nicht allzu schwer.
Um Wackelkontakte beim Rad-Schiene-Kontakt zu ĂŒberbrĂŒcken, muss an den Lokdekoder eine KondensatorstĂŒtze, am besten mit sog. BestCaps, angeschlossen werden. Da solche Kondensatoren nur bis 16 V handelsĂŒblich sind, muss eine Spannungsbegrenzung die max. 20 V Gleisspannung sicher begrenzen. AuĂerdem ist eine Strombegrenzung vonnöten, damit die Gleisversorgung nicht auf Kurzschluss schaltet, und eine Drossel, damit die Loksteuersignale durchkommen. Davon gibt es eine winzige zu disassemblierende Platine. Vermutlich die hier. Gesagt, getan.
Die Eagle-Datei ist nicht zur Reproduktion gemacht, keine .brd-Datei, keine passenden Shapes. Die Bauteilbezeichnungen hingegen sind so gewÀhlt, dass man sie bei Reichelt auch findet, nicht die Exoten aus China. Abgesehen von T1, hier ist der passende Ersatztyp BC817.
ErklĂ€rung: Die Kombination aus R1, T1 und D1 entspricht einem einfachen Spannungsregler (LĂ€ngsregler) fĂŒr etwas weniger als 15 V Ausgangsspannung. R3 begrenzt den Ladestrom auf max. 0,3 A. R2 sorgt anscheinend fĂŒr das Entladen der Elkos C1 .. C5 im abgesteckten Zustand und kann normalerweise entfallen. Auch R3 kann entfallen, wenn man R1 auf 10 k⊠hochsetzt und die Strombegrenzung durch die endliche StromverstĂ€rkung von T1 erfolgt. D2 ist eine Schottky-Diode und liefert bei Spannungsausfall vom Gleis die Kondensatorspannung mit minimalem Spannungsabfall. Und schlieĂlich hĂ€lt die Spule L1 die höherfrequenten Loksteuersignale von der Transistorschaltung fern. Kann auch entfallen, weil die Transistorstufe hochohmig genug ist und der niederohmige Diodenzweig mit D2 nur zur Anwendung kommt, wenn der Signalweg vom Gleis eh' unterbrochen ist.
Symptom: Dekoder reagiert aber Lok fĂ€hrt nicht. Rechts oben im Bild werkelt ein ATmega168 als Mikrocontroller. SMD-Endstufentransistoren im GehĂ€use QFN-6 (Texas Instruments) oder PowerPAK SC-70-6 (Vishay) mit der Beschriftung âCIW 6XAAâ und âDOW 6UABâ werden heiĂ. Typen: SiA922EDJ (âCIâ) und SiA931DJ (âDOâ), dort gefunden, beide aus Fabrik âWâ (wie Wuhan æŠæ±ćž?). Ein anderer Dekoder verwendet andere Endstufen-Transistoren.
Pad-Nummer | Farbe | Funktion |
---|---|---|
2 | grĂŒn | Funktionsausgang (-) |
3 | rot | Gleis rechts |
4 | schwarz | Gleis links |
5 | orange | Motor rechts |
6 | grau | Motor links |
7 | blau | gemeinsamer Pluspol der AusgÀnge (+) |
8 | gelb | Lichtausgang hinten (-) |
9 | weiĂ | Lichtausgang vorn (-) |
âDurchklingelnâ der Platine brachte folgendes Ergebnis:
Ersatztypen: SiA918EDJ (2Ă n-Kanal) und SiA931DJ (2Ă p-Kanal), bei Mouser 78-SIA918EDJ-T1-GE3 und 78-SIA931DJ-T1-GE3.
Von Toralf Wilhelm gibt es seit 2012 einen fĂŒr ATmega8 und avrasm2 geschriebenen DCC-Lichtdekoder fĂŒr die Wagenbeleuchtung. Die (2021 veraltete) Version 4.3 habe ich auf avr-gcc umgesetzt. Hier ist die binĂ€rgleiche Umsetzung. Als ein möglicher Ausgangspunkt, die Firmware in C / C++ umzusetzen.
Leider hat sich der Auftraggeber fĂŒr closed source entschieden und den SVT mit 5 verschiedenen Firmwareversionen ausgestattet. Nicht nachnutzen!