CLIP-Dekoder

Eine Rufnummern- und Namensanzeige bei eingehenden Telefonanrufen. Für alte Telefone und hervorragende Lesbarkeit. Denn die Ablesbarkeit auf Schnurlostelefonen lässt (für ältere Menschen) zu wünschen übrig.

Siehe auch:

Mit LCD-Anzeige

Siehe auch:

Alte Telefone mit Wählscheibe kommen wieder (2017) in Mode. Nur ihre Bedienung ist nicht allzu komfortabel. Aber auch Tastentelefone haben so ihre Macken. Am lästigsten bei schnurgebundenen Tastentelefonen ist die Vergesslichkeit des Kurzwahlspeichers. Auch ist da CLIP nicht gängig, und eine Namensanzeige wäre nicht schlecht.

Der o.a. Soft-CLIP-Dekoder ist schon mal nicht schlecht, aber hier möchte ich einiges verbessern:

Für den Impulswahl-zu-Tonwahl-Konverter gibt es diese beiden bekannten Rezepte:

Gegenüberstellung Eingriff / Nichteingriff
AktionEingriffNichteingriff
FrisurTelefon muss modifiziert werdenTelefon bleibt unverändert
BastelaufwandKein Gehäuse erforderlichGehäuse erforderlich
WertverfallLoch für Display im Telefongehäuse
Oder extra Display-Gehäuse daneben
Telefon bleibt unverändert
PortabilitätAn Telefon gebundenAn jeder TAE-Dose anschließbar
Parallele TelefoneFunktionsausfall beim Abheben des anderen TelefonsFunktioniert weiter wenn vor allen Telefonen
Wählen beim Sprechenproblemlos möglichWählen (Impulswahl) unterbricht Sprechen
Wählen mit aufgelegtem Hörermöglichunmöglich
Erdtastefunktioniertfunktioniert nur nach Umbau zur Flash-Taste

Tipp: Ganz kleine Displays passen an die Stelle wo sonst der Zettel mit der eigenen Rufnummer hinkommt. Beißt sich allerdings mit guter Ablesbarkeit.

Schaltplan in Entwicklung; Quelltext

Die meisten externen Bauelemente kümmern sich um die Stromversorgung bei aufgelegtem Telefonhörer: Der Transistor Q1 bildet mit der Spule L2 und der Diode ? einen Inverswandler und wandelt die Energie von 30 … 60 Volt auf 5 Volt. Geregelt wird dieser Wandler mit IC2 und dem Optokoppler IC3.

Will man die Schaltung vereinfachen und ein Steckernetzteil oder (bei besonders Energie sparenden LC-Anzeigen) Batterien verwenden, entfallen alle diese Bauteile, außer der Spannungsteiler. Bei Batteriebetrieb sollte der Spannungsteiler von einem Portpin eingeschaltet werden. Schaltnetzteile funktionieren nicht! Diese koppeln über ihre EMV-Schutzbauteile Brummen in das Telefonnetz! Es muss also ein konventioneller Trafo mit nachgeschalteter Spannungsregelung sein.

Die USB-Buchse dient (bei genügend Platz im Mikrocontroller) der Pflege des Telefonbuchs (= Nummer-Name-Zuordnung) mittels V-USB-Firmware und einem gesonderten Windows-Programm.

Der 6-polige Pfostenstecker dient zur Programmierung des Mikrocontrollers. RESET hat tatsächlich 2 Funktionen; es dient trotz aktivem Reset als A/D-Wandler zur Feststellung des Zustandes des Gabelumschalters. Hingegen dient R24 nur zur Feststellung, ob hohe Spannung über dem Telefon anliegt; dafür müssen 3 Bedingungen erfüllt sein:

Mit VQC10

Siehe auch:

CLIP-Dekoder-Test-Software

Da ich selbst gar keinen Analoganschluss habe, an dem ich die Rufnummernanzeige testen kann, brauchte ich wohl oder übel einen Testsignalgenerator.

Dieser CLIP-Signalgenerator kann so ziemlich alles mögliche generieren und hat folgende Eigenschaften:

Und so klingt es in der Telefonleitung nach dem ersten Klingeln, in Deutschland. Und so laut ETSI.

Aufbau

Seit 2015 ist auch ein zum Testen geeigneter Analoganschluss verfügbar, ein Kabelmodem. Der Aufbau fehlt noch, jaja...