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Ferdinand Fellmann

Professor für Philosophie

Publikationen

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Bücher:


Begriffe in Gedichten. Schönheit - Liebe - Glück. Drei Vorträge, eingeleitet von Hartmut Boger, Wiesbaden 2016 (vhs)

Schönheit, Liebe und Glück gehören zum guten Leben, lassen sich aber nicht klar definieren. In diesem Buch werden Gedichte besprochen, die vermitteln, welche Erfahrungen mit diesen vieldeutigen Begriffen verbunden sind.



The Couple - Intimate Relations in a New Key, Development in Humanities, Bd. 14, 2016 (LIT Verlag)

This book is about the mating couple - considered as both the origin and the foundation of a strong social self. Despite increasing self-realisation, the individual always is in need of being justified through an intimate relationship in which both partners accept one another such as they are. In view of the process of global urbanization empathy and reliability are the royal road to overcoming existential loneliness. 


Phänomenologie zur Einführung, 3. vollständig überarbeitete Auflage, Hamburg 2015 (Junius)

Die Geschichte der Phänomenologie ist die Geschichte der Entfaltung einer Grundidee ihres Begründers Edmund Husserl. So unterschiedliche Temperamente wie Scheler, Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty haben sie vorangetrieben - die Enkelgeneration hat sie vornehmlich verwaltet. Ferdinand Fellmann vollzieht die ursprünglichen Intentionen der Disziplin nach und sucht in den nicht unerheblich voneinander abweichenden Positionen den roten Faden. Durch eine unkonventionelle Lesart entrümpelt er die Phänomenologie und hebt jene ihrer Denkformen heraus, an die sich gegenwärtige Fragestellungen anschließen lassen. Im Mittelpunkt steht jene kulturwissenschaftliche Transformation, die die Phänomenologie angesichts der Medialisierung der Lebenswelt als allgemeine Theorie der Medien wieder in den Mittelpunkt rückt.



Das Paar. Eine erotische Rechtfertigung des Menschen. Um ein Nachwort erweiterte Neuausgabe, Freiburg 2013 (Karl Alber)

In der Paarbindung begegnen sich Eros und Thanatos in ihrer Absolutheit. Wenn es auch keine Weltformel der perfekten Liebe gibt, da Lebensformen sich kulturell wandeln, so bleibt doch das Paar der absolute Raum, in dem sich die Liebenden ihrer unersetzbaren Individualität bewusst werden. Das Liebespaar ist keine spätkulturelle Erfindung, sondern die elementare Antwort auf die biologische Sonderstellung des Menschen. Daher teile ich die Überzeugung postmoderner Denker nicht, dass sich die Frage nach der menschlichen Natur überlebt habe und dass das Zeitalter der Paare vorbei sei. Ich interpretiere das heterosexuelle Paar als wesentlichen Bestandteil des Menschseins und verstehe unter erotischer Rechtfertigung das, was Soziologen "ontologische Sicherheit" nennen.



Philosophie der Lebenskunst zur Einführung, Hamburg 2009 (Junius)

Philosophie der Lebenskunst beschreibt ein noch unvollendetes Projekt der Zusammenführung zweier Typen von Ethik: der antiken Tugendethik und der modernen Sollensethik. Dieser Band beschreibt die wechselvolle Geschichte der konkreten Anwendung ethischer Reflexion an einzelnen Autoren wie Epikur und Seneca, Montaigne und Gracian, Schopenhauer und Nietzsche bis zu Erich Fromm und Michel Foucault. Auch ostasiatische Weisheitslehren finden in der Darstellung Berücksichtigung. Das Resultat ist ein lebensphilosophischer Begriff moralischer Verpflichtung, die sich aus der Spannung zwischen dem Glücksstreben und der Glücksfähigkeit des Menschen ergibt. In Zeiten der postmodernen Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen erweist sich der alttestamentarische Spruch »Jegliches hat seine Zeit« als Prinzip einer realistischen Lebenskunst.

Eine koreanische Übersetzung ist in Vorbereitung


Der Liebes-Code. Schlüssel zur Polarität der Geschlechter, Berlin 2007 (Parerga)

Die Paarbeziehung befindet sich in der Krise. Sexuelle Freizügigkeit, soziale Gleichstellung von Mann und Frau, individuelle Planung der Biografien lassen die traditionellen Geschlechterrollen als überholt erscheinen. Ob das Zusammenleben der Geschlechter dadurch leichter geworden ist, darf bezweifelt werden. Das Buch gibt eine Antwort auf die Frage, wie die Liebe auch unter neoliberalen Lebensbedingungen ihre geheimnisvolle Bindungskraft bewahren kann: durch Anerkennung der Geschlechtsidentität als Weg zur Erfahrung des Selbst und des Anderen. Sie führt zu dem Schluss, dass nur durch Neuerfindung der Paarbeziehung die Zivilgesellschaft eine Zukunft hat. Dann wird der Liebes-Code auch das gestörte Verhältnis der Generationen wieder ins Lot bringen.

Das Paar. Eine erotische Rechtfertigung des Menschen, Berlin 2005  (Parerga)

In einer Zeit, in der die gesellschaftliche Welt in Elementarteilchen zu zerfallen droht, wird die Frage akut, was die Individuen noch zusammenhält.Die Antwort: die Paarliebe als anthropologisches Radikal, das den Menschen von der tierischen Horde getrennt hat. Die Rekonstruktion der Entstehung des Individuums aus dem Paar ist der Versuch, die anthropologische Dimension kommunikativen Handelns jenseits der Dualismen von Individuum und Gesellschaft, von Bewusstsein und Sprache zu erschließen. Nicht im Verhältnis von Mutter und Kind, sondern in der Beziehung zwischen Mann und Frau bilden sich die Muster aus, nach denen Menschen zueinander, zu sich selbst und zur Welt in Verbindung treten. Auch außerhalb der Institutionen von Ehe und Familie ist die erotische Liebe das kommunikative Medium, das durch Diskurs allein nicht zu ersetzen ist. So findet sich auch der flexible Mensch der Postmoderne durch das normale Chaos der Liebe gerechtfertigt: eine Lebensform, die an Dramatik der christlichen Rechtfertigung allein durch den Glauben in nichts nachsteht.

Polnische Übersetzung, Posnan 2008
Vergriffen


Die Angst des Ethiklehrers vor der Klasse. Ist Moral lehrbar?, Stuttgart 2000 (Reclams Universalbibliothek)

Ob Moral lehrbar sei, und wenn ja, wie, ist seit der griechischen Antike eine umstrittene Frage. Heute im Zeitalter des Ethikunterrichts an Schulen, ist sie wieder besonders brisant geworden. Da kommen die problembewussten, gelegentlich provokanten Überlegungen gerade recht, die der Chemnitzer Philosophieprofessor in fünf Schritten anstellt: Die Klasse stellt den Ethiklehrer vor neue Fragen. - Die Faszination des Bösen und der Nutzen, den der Ethiklehrer daraus ziehen kann. - Lust auf Moral. Metamorphosen des Hedonismus. - Auch in der Moral ist nichts so erfolgreich wie der Erfolg. - Klassenfahrt mit Schiffbruch. Die sozialen Grundlagen der Moral.




Orientierung Philosophie. Was sie kann, was sie will,  2. durchgesehene Aufl., Reinbek b. Hamburg 2000 (rowohlts enzyklopädie)

Der Band bietet eine Orientierungsgrundlage für alle Wißbegierigen, für die Philosophie ein noch unbekanntes Land ist. Es informiert über Inhalte und Methoden des Philosophierens an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen, gibt Einblicke in die geschichtliche Dimension der Philosophie und zeigt Perspektiven für ein Philosophieren der Zukunft auf.








Weitere Bücher:

Geschichte der Philosophie im 19. Jahrhundert, Reinbek b. Hamburg 1996. Rumänische Übersetzung, Bucuresti  2000

Lebensphilosophie. Elemente einer Theorie der Selbsterfahrung, Reinbek b. Hamburg 1993 (rowohlts enzyklopädie) Chinesische Übersetzung, Beijing  2000

Symbolischer Pragmatismus. Hermeneutik nach Dilthey, Reinbek b. Hamburg  1991 (rowohlts enzykopädie)

Phänomenologie als ästhetische Theorie, Freiburg/München 1989 (Alber)

Gelebte Philosophie in Deutschland. Denkformen der Lebensweltphänomenologie und der kritischen Theorie, Freiburg/ München 1983. Japanische Übersetzung, Tokyo 1997

Phänomenologie und Expressionismus, Freiburg/München 1982. Japanische Übersetzung, Tokyo 1984, Taschenbuchausgabe 1986

Das Vico-Axiom: Der Mensch macht die Geschichte, Freiburg/München 1976 (Alber)

Scholastik und kosmologische Reform, Münster 1971, 2. Auflage 1988


Übersetzungen:

Konfuzius: Das Buch von Maß und Mitte, Stuttgart 2015

Giordano Bruno: Das Aschermittwochsmahl, Frankfurt a. Main 1969, 2. ed. 1981

Giambattista Vico: Die neue Wissenschaft von der gemeinschaftlichen Natur der Nationen, Frankfurt a. Main 1981

Benedetto Croce: Die Geschichte auf den allgemeinen Begriff der Kunst gebracht, Hamburg 1982


Thematisch wichtige Aufsätze:

zur philosophischen Anthropologie

Fellmann, F. & Redolfi E. (2017): Aspects of Sex Differences: Social Intelligence vs. Creative Intelligence, in Advances in Anthropology, 2017, 7, 298-317 (http://file.scirp.org/pdf/AA_2017110313530397.pdf)

Anerkennung und Liebe. Zwei Quellen der Person, in: Stefan Beyerle (Hg.): Die Erfindung des Menschen. Leipzig 2016 (Ev. Verlagsanstalt), 179-190

Fellmann, F. & Walsh, R. (2016). From Sexuality to Eroticism: The Making of the Human Mind. Advances in Anthropology, 6, 11-24. (http://dx.doi.org/10.4236/aa.2016.61002)

"Warum musste ein solches Paar existieren?" Zur Urszene der Menschwerdung. In: Allgemeine Zeitschrift für Philosophie 2011/Heft 1, 95-104.

The Origin of Man Behind the Veil of Ignorance: A Psychobiological Approach. In: Biological Theory 5(3), 2010, Cambridge MA: MIT Press, 240-245

Der Mensch, das rechtfertigungsbedürftige Wesen. Weltkindschaft und Gotteskindschaft im Widerstreit, in: Dalferth, I. und Hunziker, A. (Hg.): Seinkönnen: Der Mensch zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit, Tübingen 2010

Der Mensch, der verführte Verführer, in: H.-J. Jürgens (Hg.): Don Juan - Spuren des Verführers, Hamburg 2008 (Kovac), 159-176

Selbstbild als Fiktion. Zur medialen Theorie der Subjektivität, in: Ch. Bermes (Hg.), Die Stellung des Menschen in der Kultur, Würzburg 2002, 21 – 40


zur Ethik

Welt der Abgründe. Julian Nida-Rümelins  „Wittgenstein’sche Perspektive revidiert, in: H. Greif, M. G. Weiss (Eds.), Ethics, Society, Politics, Berlin 2013, 187-201 (De Gruyter Ontos)

Moral lehren, zum Glauben bekehren, in: B. Harbeck-Pingel/ M. Roth (Hrsg.): Emotionen und Verhalten, Leipzig 2012 (Ev. Verlagsanstalt), 203-215.

Lebenskunst oder Ethik? Im Spannungsfeld eines ungleichen Paares, in: Journal für Philosophie der blaue reiter, Heft Philosophie der Lebenskunst 2010, 18-22

Lust auf Moral. Perspektiven des Hedonismus, in: Th. Rentsch (Hg.), Anthropologie, Ethik, Politik, Dresden 2004, 11 – 33

Wie das Sollen in die Welt kommt. Ein Plädoyer für Moralpsychologie, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Berlin 2003, 220-235


zur Hermeneutik

Hermes und Pandora. Perspektiven philosophischer Hermeneutik, in: e-Journal Philosophie der Psychologie Nr. 23, Februar 2017

Medienhermeneutik und Ethik der Repräsentation, in A. Przylebski (Hg.), Ethik im Lichte der Hermeneutik, Würzburg 2010, 121 - 130

Artikulation: Ein Ausweg aus der Krise der Repräsentation, in: M. Schlette (Hg.), Anthropologie der Artikulation, Würzburg 2005, 143 - 154

Radikale Hermeneutik. Verstehen in der Erlebnisgesellschaft, in: V. Steenblock (Hg.), Kulturverstehen, Würzburg 2003, 97 - 116


zur Lebensphilosophie

Vom Cogito zur Lebenswelt. Drehkreuz Schopenhauer, in: Th. Regehly/D. Schubbe (Hg.): Schopenhauer und die Deutung der Existenz, Stuttgart 2016 (Metzler), 9-18

Schopenhauer aktuell: Sexualität, Individualität und Freiheit, in: E. W. Orth/P. Welsen (Hrsg.): Schopenhauer und die Kultur, Würzburg 2012 (K&N), 41-50.

Lebensphilophie, in Sandkühler, H.-J. (Hg.), Enzyklopädie Philosophie, Band 2, Hamburg (Meiner) 2010

Leben, in: Ch. Bermes u. U. Dierse (Hg.), Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Hamburg (Meiner) 2010, 189-206

Von der Lebenskunst zur Lebensphilosophie, in: Jahrbuch für Lebensphilosophie I, München 2005, 217 – 227


zur Bildwissenschaft

Zwischen Phänomen und Konstrukt. Zur Ästhetik der Gegenwartskunst, in: H. Paflik-Huber (Hg.), Let's mix all Media together (Hatje Cantz), Berlin 2016, 300-311.

Vom Selbstbild zum Selbstbewusstsein. Evolutionsbiologische Grundlagen der Bildwissenschaften, in Sachs-Hombach, K., Totzke, R. (Hg.), Bilder - Sehen - Denken. Zum Verhältnis von begrifflich-philosophischen und empirisch-psychologischen Ansätzen in der bildwissenschaftlichen Forschung, Köln 2010

Innere Bilder im Licht des imagic turn, in: K. Sachs-Hombach (Hg.), Bilder im Geiste. Zur kognitiven und erkenntnistheoretischen Funktion piktorialer Repräsentation, Amsterdam/Atlanta 1995, 21-38

Anthropologische Grundlagen der Bildsemantik, in: K. Sachs-Hombach, Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung, Köln 2005, 45-55


Dies ist nur eine kleine Auswahl meiner Fachartikel. Viele von ihnen wurden in verschiedene Sprachen übersetzt.