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Ferdinand Fellmann

Professor für Philosophie

Positionen

I. Philosophische Fragen
Meine Forschungen implizieren eine Auffassung von Philosophie, die vom klassischen Paradigma der philosophia perennis abweicht. Damit die Philosophie ihre Meinungsführerschaft nicht verliert, halte ich es für unerläßlich, neue Fragen zu formulieren, die den Lebens- und Denkformen der modernen Welt entsprechen. Im "Philosophischen Wegweiser" des Alber Verlags (2010) habe ich Kants Kanon philosophischer Fragen umformuliert. Meinen Beitrag aus diesem Buch stelle ich hier als Leseprobe zur Verfügung.

Fragen über Fragen

II. Wesen des Menschen
Meine philosophische Anthropologie hat neben ihrem rein sachlichen Charakter eine gesellschaftskritische Dimension, die ich nicht verschweigen möchte. Wie sich der Mensch biologisch und kulturell entwickelt hat, lese ich als Hinweise darauf, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Ich bin der Meinung, dass aller Individualisierung zum Trotz die Paar-Bindung nach wie vor einen Kernbestand des menschlichen Daseins bildet. Dazu habe ich unter dem Stichwort "Paar-Faktor" folgendes Manifest verfasst.

Paar-Faktor

III. Lebensphilosophie
Unsere menschliche Lebenswelt lässt sich nicht angemessen als „Welt der Gründe“ beschreiben, wie im neukantianischen Rationalismus üblich. Zum Leben gehören Abgründe, die sich nicht durch epistemische Rechtfertigung überbrücken lassen. Das macht Lebensphilosophie aber nicht zur irrationalen Spekulation, sondern zu einer besonderen Form des Denkens. Sie nimmt unter den philosophischen Disziplinen eine Sonderstellung ein, die ich im folgenden programmatischen Text definiere.

Lebensphilosophie als Reflexionswissenschaft