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Ferdinand Fellmann

Professor für Philosophie

Völkerwanderung (20.09.2015)

Aufgrund eines Interviews zum Thema historisches Bewusstsein, das ich der Gerda-Henkel-Stiftung gegeben habe, bin ich in die Diskussion über die Flüchtlingspolitik verwickelt worden. Mir als Philosophen geht es darum, die Dinge beim Namen zu nennen. Offenkundig handelt es sich nicht nur um eine Flüchtlingskrise, sondern um eine neue Völkerwanderung. Nur wenn man dies erkennt, wird die Politik angemessen reagieren, statt sich von aufschäumenden Emotionen leiten zu lassen. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist beeindruckend, aber wie unsere Wertegemeinschaft mit unkontrollierter Zuwanderung fertig wird, bleibt eine offene Frage. Das angesprochen zu haben, hat mir Verdächtigungen eingebracht, gegen die ich mich als liberaler Denker verwahren möchte. Meine Argumentation ist nachzulesen unter:

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/es_gibt_nur_noch_gegenwartsbewusstsein?nav_id=5827