· Glossar
A
Angreifer
Eine Person, die eine verschlüsselte Nachricht auf dem Weg zwischen Sender und Empfänger
abfängt und sie anschließend versucht zu entschlüsseln.
asymmetrisch
ein Verschlüsselungsverfahren heisst asymmetrisch, wenn zum Ver- und Entschlüsseln unterschiedliche Schlüssel benutzt werden, Gegenteil zu symmetrischen Verschlüsselungsverfahren.
Authentifizierung, einseitige
nur ein “Gesprächspartner” überzeugt sich von den jeweiligen Rechten des Anderen
Authentifizierung, gegenseitige
beide “Gesprächspartner” überzeugen sich von den jeweiligen Rechten des Anderen
nach oben
B
BCB-Modus
symmetrische Verschlüsselung mittels DEA, blockweise verkettet
Bigramm
Im geläufigen Sinn ein Paar aufeinander folgender Buchstaben in einem Text.
Block
Klar- oder Geheimtextabschnitt, der als ganzes verschlüsselt oder entschlüsselt wird.
Algorithmen, die nur blockweise verschlüsseln heißen Blockalgorithmen.
Brechen des Verfahrens
Auffinden einer Methode, mit einem gegebenen Chiffrierverfahren verschlüsselte Nachricht
zu entschlüsseln, ohne den Schlüssel zu kennen. Das Verfahren gilt nicht als gebrochen, wenn
die Angriffsmethode auf dem Durchprobieren beruht (Brute Force ).
Brute Force
"Entschlüsseln" einer Nachricht durch Probieren aller Möglichkeiten. Erreicht schnell enorme Größe und Dauer. nach oben
C
Chiffrat
Ein durch Chiffrierung erzeugter Text, auch Geheimtext genannt.
Chiffrierfehler
Tritt bei der falschen Anwendung eines Algorithmus auf, oder beeinträchtigt das verwendete
Verfahren (durch Wahl eines schlechten Passwortes)
Chiffriermodus
Art und Weise, wie der Text ver- bzw. entschlüsselt wird.
Codebreaker
Mensch, der den Chiffriercode bricht (im Unterschied zum Kryptoanalytiker, der die Theorie
aufstellt). Außerdem der Name eines sehr guten Buches über Kryptographie ( David Kahn „The Codebreaker“).
nach oben D DES-Verschlüsselung
symmetrische Verschlüsselung mit einem Schlüssel
digitale Signatur
eine Art digitale Unterschrift zu einem Dokument, welches den Absender identifiziert
digitales Zertifikat
eine Art digitale Unterschrift zu einem Dokument, welches den Absender identifiziert
nach oben
E
ECB-Modus
symmetrische Verschlüsselung mittels DEA, blockweise unabhängig
Enigma
Berühmte deutsche Chiffriermaschine, mit deren Hilfe der größte Teil der Nachrichten im
2.Weltkrieg verschlüsselt wurde. nach oben
G
Geheimtext
Das Ergebnis der Verschlüsselung, auch Chiffrat genannt.
Geheimtextalphabet
Das Geheimtextalphabet wird aus den Zeichen gebildet, auf die der Klartext (die Nachricht) abgebildet wird. Es besteht in der Regel aus Buchstaben und Zahlen, denkbar ist jedoch jede beliebige Menge von Zeichen oder Symbolen. Das Geheimtextalphabet ist endlich und abzählbar.
Geheimtextangriff
Kryptoanalyse unter ausschließlicher Verwendung des Geheimtextes. Geheimtextraum
Der Geheimtextraum umfasst die Menge der Worte, die durch die Chiffrierung gebildet werden.
GnuGP
“Gnu Privacy Guard”, rechtlich freies Pendant zu PGP
nach oben
H
Hash-Funktion
eindeutige Abbildung einer beliebig großen Eingabe Menge auf eine Ausgabemenge fest definierter Größe
Homophone
Es werden mehrere Geheimtextzeichen zu einem Klartextzeichen zugeordnet.
nach oben
I
Individueller Schlüssel
Eine zufällige Folge von Zahlen, Buchstaben oder Bits, die mindestens genauso lang wie der
Klartext ist. Chiffrierung erfolgt durch die Ver- und Entschlüsselung mit der selben Folge.
Das einzige bisherige Verfahren, das diese Methode anwendet ist das One-Time-Pad.
nach oben K Klartext
Ist die Bezeichnung für den zu chiffrierenden Text.
Klartextalphabet
Das Klartextalphabet umfasst die Menge der zu verschlüsselnden Zeichen. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um normale Alphabete aus Buchstaben und/oder Zahlen. Das Klartextalphabet ist endlich und abzählbar.
Klartextangriff
Kryptoanalyse, bei der ein kleiner Teil des Klartextes bekannt ist. Klartextraum
Der Klartextraum umfasst die Menge der Worte, die aus dem Klartextalphabet gebildet werden. In diesem Zusammenhang wird „Worte“ nicht nur im herkömmlichen Sinn gebraucht. „Worte“ bedeutet hier auch einzelne Buchstaben. Dieser Begriff wird benötigt, um Aussagen über die Länge der kleinsten zu verschlüsselnden Einheiten zu machen.
Kryptoanalyse
Die Methode, eine chiffrierte Nachricht ohne Kenntnis des geheimen Schlüssels zu entziffern.
Im allgemeinen der Versuch das Chiffrat zu knacken.
Kryptographie
Die Lehre von Entwurf von Verschlüsselungsverfahren. Kryptologie
Wissenschaft, deren Aufgabe die Entwicklung von Methoden zur Verschlüsselung (Chiffrierung) von (geheimen) Informationen (Kryptographie) und deren mathematische Absicherung gegen unberechtigte Entschlüsselung (Dechiffrierung) ist (Kryptoanalyse). [Brockhaus in einem Band, 9]
oder auch: Oberbegriff zu Kryptoanalyse und Kryptographie .
nach oben
M
MAC
Message Authentification Code, Textspezifische Daten
MD5
Weiterentwicklung von MD4, MD steht für Message Digest
Mehrfachverschlüsselung
Wiederholtes verschlüsseln eines Textes mit verschiedenen oder dem gleichen Algorithmus.
Dies erhöht wahrscheinlich die Sicherheit. Die veröffentlichten Forschungen belegen dies
allerdings noch nicht. monoalphabetisch
Bei monoalphabetischer Chiffrierung wird der gleiche Chiffrierschritt wiederholt auf den Klartext angewandt.
monographisch
Monographische Verschlüsselung bedeutet, dass jeweils nur einzelne Zeichen pro Chiffrierschritt verschlüsselt werden.
nach oben
O
öffentlicher Schlüssel
frei verteilbarer, nutzerspezifischer Schlüssel zum verschlüsselten Datenaustausch mittels RSA-Verschlüsselung
nach oben
P
Permutation
Jede eineindeutige Abbildung einer endlichen Menge von Zeichen auf sich selbst.
Transpositionschiffren sind ein Beispiel dafür. Dort werden die Klartextblöcke durch
Permutation verschlüsselt.
PGP
“Pretty Good Privacy”, zuerst von Phillip Zimmermann geschrieben polyalphabetisch
Polyalphabetische Chiffrierung bedeutet, dass die Menge der Chiffrierschritte mindestens zwei Element enthält. Es werden, einer bestimmten Regel folgend, verschiedene Chiffrierschritte auf die Nachricht angewandt. polygraphisch
Polygraphische Verschlüsselung chiffriert jeweils mehrere Zeichen pro Chiffrierschritt.
Public Key
siehe öffentlicher Schlüssel 
Private Key
siehe privater Schlüssel 
privater Schlüssel
geheimer, nutzerspezifischer/nutzereigener Schlüssel zum verschlüsseltem Datenaustausch mittels RSA-Verschlüsselung
nach oben
R
ROT13
Eine Art der Caesar-Verschlüsselung, bei der das Alphabet um 13 Buchstaben nach rechts
Rotiert wird. Dieser Algorithmus soll keine Sicherheit bieten, er soll lediglich das lesen von
Texten erschweren (Anwendung in Newsgroups).
Rotation
Operation bei der eine Folge von Zeichen (z.B. das Alphabet) um einen bestimmten Wert
verschoben wird. Die dabei herausfallenden Zeichen werden an der anderen Seite in gleicher
Reihenfolge wieder angefügt.
Rotor
Eine drehbare Scheibe mit 26 oder mehr gegenüberliegenden Schleifenkontakten an den
Außenseiten, die intern so verdrahtet sind, dass jeder Kontakt auf der linken Seite mit genau
einem auf der rechten Seite verbunden ist. Dies ist eine Substitution, die von der Stellung des
Rotors abhängt. RSA Verschlüsselung
asymmetrisches Verfahren, von Ronald Rivest, Adi Shamir, Leonard Adelmann entwickelt, 1977 vorgestellt nach oben
S
Session Key
temporärer Schlüssel, der bei PGP zum Verschlüsseln genau einer Nachricht erzeugt wird
SHA
“Secure Hash Algorithm”, vom National Institut of Standards and Technology (NIST) entwickelt und 1993 veröffentlicht
Substitution
Siehe Substitutionsverfahren  Substitutionsverfahren
Ersetzung von Klartextbuchstaben durch Zeichen in einer vorher definierten Tabelle. Diese
Art der Chiffrierung ist sehr anfällig für statistische Kryptoanalyse. Oder auch: Buchstaben des Klartextes werden durch andere ersetzt. Substitution, monoalphabetische
einzelne Buchstaben werden immer durch die gleichen Chiffren ersetzt.
Substitution, polyalphabetische
Der gleiche Klartextbuchstabe wird durch unterschiedliche Chiffren ersetzt. Oder auch: Eine Art der Substitutionschiffrierung, bei der die Verschlüsselung von der Postition des
Buchstaben im Text abhängt.
Substitution, polygraphisch
Bei dieser Substitution werden immer mehrere Zeichen auf einmal ersetzt. Entspricht der
Blockchiffrierung mit einer Länge von zwei bis drei Zeichen. symmetrisch
ein Verschlüsselungsverfahren heisst symmetrisch, wenn zum Ver- und Entschlüsseln der gleiche Schlüssel benutzt wird. Gegenteil zu asymmetrisch . Das Problem
solcher Verfahren besteht in der Schlüsselübermittlung.
nach oben
T
Transpositionsverfahren
Die Buchstaben des Klartextes werden beibehalten, aber ihre Reihenfolge wird vertauscht.
Triple-DES-Verschlüsselung
symmetrisches Verschlüsselungsverfahren mit 2 Schlüsseln
nach oben
U
Umkehrwalze
Bei der Enigma, ein feststehender Rotor, der die Ausgabe permutiert und zurückspiegelt.
nach oben X
X.509
festgelegter Standard für digitale Zertifikate
nach oben Z
Zero-Knowledge-Verfahren
Methode um einen “Gesprächspartner” [z.B. Terminal] davon zu überzeugen ein Geheimnis zu kennen, ohne dies selbst zu erwähnen, z.B. f ür Authentifizierung
|