Thema:
Gunnar
Grosse, Geschäftsführer KOMSA AG,
Hartmannsdorf
Standpunkt
zur Veranstaltung am
13.04.2004 in der Vortragsreihe des Seniorenkollegs an der Technischen
Universität Chemnitz
Lange Jahre
arbeitete Herr Gunnar
Grosse als Berater bei einer schwedischen Versicherung, zuletzt als
Vorstand.
Als die Mauer in Deutschland
fiel, sah er, dass sich ein Riesenmarkt öffnete. Er ging zum
Telekom-Konzern
Ericsson und baute in Ostdeutschland ein Händlernetz für den
Handy-Verkauf auf.
Vom Erfolg beflügelt, gründete Herr Grosse in Hartmannsdorf bei
Chemnitz die
KOMSA Kommunikation GmbH. Seine eigenständige Unternehmerkarriere
begann er
damit erst sehr spät im Alter von 53 Jahren. Inzwischen beschäftigt
KOMSA über
400 Mitarbeiter, die einen Umsatz von ca. 300 Mio. Euro erwirtschaften.
Die
Firma wächst trotz widriger Marktverhältnisse. Wie hat er das geschafft?
Viel wurde schon in der Vergangenheit über ihn und sein
Unternehmen in den Medien berichtet. Nun konnten wir ihn live erleben.
Heute
stand Gunnar Grosse nun vor uns, selbst
ein “Senior“, Jahrgang März 1939, als
heute im Alter von 65 Jahren, aber noch immer als Firmenchef aktiv. So
aktiv,
als gälte es immer neuen Schwung zu holen, beseelt von der
„Herausforderung der
Gegenwart, einer Zeit neuer Herausforderungen, einer Zeit, in der
Telekommunikation, Computer und Internet ganz neue Möglichkeiten der
technischen Entwicklung versprechen“.
Sein Erfolg basiert auf drei
Grundregeln:
Ehrlichkeit
- Vertrauen
- Schnelligkeit.
Das Marketing
der Firma:
Besonders interessant waren seine Gedanken zu
den von der Politik und den Banken vorgegebenen Rahmenbedingungen, zu
dem
immensen persönlichen und finanziellen Risiko beim Aufbau des
Unternehmens.
Insofern war sein Vortrag auch ein topaktueller Beitrag zum
topaktuellen
Problem des derzeit so kontrovers in den Medien diskutierten Themas „Fördermittel“ und „Aufbau OST“.
Wer sich weiter über die Firma,
ihr Profil und ihre Erfolge im Internetinformieren möchte, hier ein
paar Links:
www.komsa.com
www.karlo.de
www.komsa-data.com
Ulrich Leistner

Unser Standpunkt
zur Veranstaltung ,am 04.05.2004 in der
Vortragsreihe
des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz
Thema:
Vom Glück des Unglücks in der Liebe,
Freud und Leid berühmter Paare in der Dichtung
Prof. Krohn hat den Lehrstuhl für Germanistik.
Gut, dass es
diesen an der TU Chemnitz noch gibt!
Prof. Krohn spannte den Bogen von der mittelalterlichen Literatur
bis in die Gegenwart.
Walter von der Vogelweide würdigte er als Mittler der Vergänglichkeit
des Liebesglücks, der Heimlichkeit und unerfüllten Hoffnung.
Goethes Werke nahmen einen besonderen Platz ein, sie "überführen
Kummer in Kunst". Sein Orpheus wird eine Oper von Gluck,
Sein Romeo und Julia gibt das Sujet zur
"West-Side-Story" und
zu Kishons "Es war die Lerche".
Prof. Krohn würdigte Margaret Mitchells Weltbestseller
"Vom Winde verweht" und den Folgeroman "Scarlet", die die
wechselvolle Liebe im Südstaatenmilieu erzählen.
Prof. Krohn ging detailiert auf weitere berühmte Autoren von
Liebesliteratur ein: Ovid, Tick, Adalbert Stifter, Eichendorff, Hesse
und andere - und Bert Brecht:
Schwäche. Du hattest keine, ich hatte eine: Liebe!
Der Vortrag Prof. Krohns endete mit dem Satz: "Das Glück liegt
im Unglück". Darüber lässt sich nachdenken und man kann
daraus viele Schlussfolgerungen ziehen.
Prof. Krohn hatte in der Wahl seines Themas und in
seiner
engagierten und verständlichen Form des Vortrages die Zuhörer
voll auf seiner Seite. Für uns Hörer des Seniorenkollegs war es
ein
kleiner Streifzug durch Literatur, die uns gefällt und die
unserer
Generation vertraut ist.
Wir danken für diese unterhaltsame Vorlesung!
Christa
Käpernick
Teilnehmer Internetgruppe 4
 Balkon der Julia in
Verona
Einschätzung zum Vortrag
am 25.05.2004
Das Internet – Möglichkeiten, Chancen und Risiken
Vorgetragen von J.
Hummitzsch und Axel Brückom
Es war nicht
verwunderlich, dass der Zeitrahmen wieder nicht
ausreichte, um das Thema ausschöpfend zu behandeln. Möglichkeiten,
Chancen,
Risiken, es beinhaltet sicher Stoff für drei
Vorträge!
Herr Hummitzsch
erläuterte zunächst ausführlich und sehr
begreiflich den technischen Hintergrund; angefangen mit der Historie
des
Internets, weiter über Rechner und Rechnernetze, über den Online-Zugang
bis zu
den Internetdiensten.
Herr Brückom hatte mehr die
Demonstration der Anwendung
übernommen; er zeigte mit lebensnahen Beispielen eine Auswahl der
riesigen
Möglichkeiten, die das Internet bietet. Leider war dieser Teil des
Vortrags viel
zu kurz. Die Zeit reichte nicht und ein ganz wichtiges Thema, die
Risiken und
Gefahren, die vom Internet ausgehen können, konnten nur angerissen
werden.
Leider war auch eine Diskussion aufgrund der fortgeschrittenen Zeit
nicht mehr
möglich.
Inhaltsschwerpunkte:
Wie meist bei technischen
Erfindungen, war zunächst das
Haupteinsatzgebiet vernetzter Rechner über größere Entfernungen die
militärische Anwendung; das heißt, es wurde eine möglichst wenig
störanfällige
Informationsübertragung zwischen den mittlerweile existierenden
leistungsfähigen Rechnern auf weltweit verstreuten Stützpunkten
gesucht. Und es
waren die USA, die mit Paul Baran 1962 die ersten Nachrichtenpakete
über die
sich entwickelnden dezentralen Netzwerke schickten. So wurde eine
Entwicklung
eingeleitet, deren Dynamik seinesgleichen sucht. 70 Jahre hat es
gedauert, bis
es 40 Millionen Teilnehmer im Telefonverkehr auf der Welt gab, 30 Jahre
brauchte das Radio, um sich in dieser Größenordnung zu verbreiten und
nur 4
Jahre das Internet. Ab 1993 begann die Anwendung des Internets für Alle
und
alles was man dazu braucht, war sowohl im kommerziellen als auch im
privaten
Bereich entwickelt: die Rechner mit entsprechender Ausstattung (Modem
und
Zugangssoftware), die Netzstrukturen, die Übertragungstechnik in Form
von
Informationsbündelung in Nachrichtenpaketen, adressierbar an 256 hoch 4
mögliche Adressen und die zugehörigen Übertragungs-vorschriften (TCP
und IP
Protokolle). Dazu kommt das umfangreiche Angebot von Zugangsanbietern
und
Netz-Dienstleistern. Es ist zwar nur über sogenannte
Internet-Service-Provider
(ISP), möglich, das weltweite Netz (www) mit seinen Milliarden von
Text- und
Bildinformationen zu erreichen, aber es gibt jede Menge von Zugangs-
anbietern,
die mit verschiedensten Dienstleistungen und Tarifvarianten locken.
Eine
Auswahl davon wurde vorgestellt. Und wenn man den Internetzugang
eingerichtet
hat, dann kann man auf die verschiedenen Dienste zugreifen, wobei wohl
die
elektronische Post (eMail) und das Abrufen von Informationen aus dem
www die
häufigsten Anwendungen darstellen - vorausgesetzt man hat die richtige
Adresse
(URL Resource Locator) eingetippt; und wenn man nicht weiß wo es steht,
dann
helfen die Suchmaschinen von Google und vivisimo. Aber Vorsicht bei den
Links,
diesen unterstrichenen Verweisen auf andere Adressen, diese führen den
Nutzer
oft nicht dorthin, wohin er gelangen möchte.
Herr Brückom hat noch
weiterere interessante Anwendungen
kurz beschrieben und demonstriert, wie Video- und Audio Übertragung
(Echtzeit-Kameras, Radioübertragungen) und auf viele nützliche Dinge
verwiesen,
wie Online-Banking, Routenplanung, Einkaufen und vieles mehr.
So war es ein lehrreicher
Vortrag, auch für Teilnehmer, die
vielleicht schon etwas vorgebildet sind und meiner Meinung nach könnte
eine
zweite Veranstaltung über das Thema durchaus wieder interessierte
Zuhörer
finden.
G. Weiser
Vortrag vom 06. Juli 2004
Gießen
von Metall - Heute und in Zukunft
Vorlesung Joachim
Heppe Lichtenau
Der Vortrag war von der Geschichte über die Gegenwart bis zur Zukunft
gegliedert, und behandelte die Prozessstufen, Werkstoffe sowie die
Anwendung der Erzeugnisse.
In dem Vortrag erfolgte die Aufgliederung der einzelnen Prozessstufen
von
- der Entwicklung (Optimierung des Werkstückes am BS
-Arbeitsplatz)
- der Simulation der Erstarrung ( Erkennung der
erforderlichen Materialeigenschaften und Materialstrukturen)
Das Schmelzen der Metalle wurde in den unterschiedlichsten
Schmelzverfahren und Gießtechniken vorgestellt. So zum Beispiel
- Druckgussverfahren wo die Gießzelle vollautomatisch und
computergesteuert von 2 Technikern bedient wird. Die
Metallflüssigkeit wird mittels Gasdruck und Lastertechnik exakt in die
Form gefüllt. Dadurch ist eine filigrane Fertigstellung gewährleistet.
Gussarten
- Gusseisen ( extrem geringer Anteil an
Schwefel)
- Stahlguss (Edellegierungen < 5 % . Verwendung
im Maschinenbau, für Nahrungsgüter).
- ALU - Guss ( Gewinnt mengenmäßig und in der
Anwendungsbreite an Bedeutung. Besonders im Automobilbau
und in der Luft- und Raumfahrt).
- Magnesiumguss (Leichtbau mit 1,8 bis 2,7 g/cm 3 )
- Metallguss ( Kupfer, Zink, Zinn -->
Rotguss, Bronze, Messing, z.B. bester Klang für Glocken 80%
Cu 20% Sn
- Titan (Anwendung in der Medizintechnik Hüft-
Kniegelenke )
Das Fazit dieser Vorlesung - Die Welt braucht verstärkt
Gusserzeugnisse deren Verarbeitung und damit weitere Ausbildung an
Metallfachkräften.
Klaus
Hahlbek
Vortrag: am 26.10.2004
"Die Chemnitzer Rüstungsindustrie in den
beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts"
Dr. Wolfgang Uhlmann, Chemnitz
Hierzu besteht eine Videoaufzeichnung mit Nr. 04-WS2004/05 v.
26.10.2004 des SAEK-Fernsehens, Chemnitz - auszuleihen in der
Stadtbücherei im "Das TIETZ".
Dr. Uhlmann hat sich in seinem Vortrag einem in den letzten 50 Jahren
wenig publizierten Geschichtsfeld gewidmet. Er fordert eventuelle
Wissensträger und Zeitungen zum Thema um Hinweise und Infos auf.
Die schwierige Quellenlage zum Thema ist durch allgemeine Abneigung zu
Militär und Rüstung in der Nachkriegszeit zu erklären.
Dr. Uhlmann trägt alles verständlich mit Leichtigkeit und Humor vor und
verzichtet auch nicht auf kurioses: z.B.: im 1. Weltkrieg sollen
Saatkrähen den Speiseplan aufwerten.
Sein Vortrag ist allumfassend. Zum Gesamtkomplex ist ein Buch in
Vorbereitung: "Standorte der deutschen Rüstungsindustrie"
Ein kurzer Abriss aus dem Vortrag:
- Männer sind im Krieg, nun stehen auch Frauen in den
Metallberufen an der Drehbank.
- In der Textilindustrie tritt ein erhöhter Bedarf z.B.
an Hemden, Socken, Handschuhen u.s.w.auf. Die
Heimarbeit in der Texttilindustrie wird ausgeweitet.
- Von der Aufrüstung ab 1935 vor dem 2. Weltkrieg ist
Chemnitz wenig betroffen, da Sachsen zum "Grenzgau" gehört. Ab
1939 erfolgt eine Aufrüstung in allen Bereichen.
- Kirchenglocken und Denkmale, eiserne Vorgartenzäune
werden eingeschmolzen. Umstellung der Autos auf Holzgaser. Arbeiten zum
Flugwesen in der Staatslehranstalt
(TU-Chemnitz).
Luftschutzvorbereitungen; Rasierseife ist kriegswichtig.
- Viele Metall- u.Maschinenbaubetriebe (ca.50) wie
Krautheim, Hartmann sind in die Rüstung einbezogen.
- In der Auto-Union ( Wanderwerke,später "Fritz-
Heckert-Werke) werden Panzermotoren bis April 1945
hergestellt.Anschließend sollten Prothesen für kriegsgeschädigte
gefertigt werden.
- Nach 1945 werden aus Kriegsmateriel Gebrauchsgüter
hergestellt wie Radios-Heli (Hempel), Fotoapparate (Puwa) u.s.w.
- Auch in der DDR wurde für die Armee produziert; LVO
(Landes Verteidigungs Ordnung).
- Heute: In einer Gießerei werden Granaten gegossen.
Moto: "...Wenn wir`s nicht machen, machen es
andere!"
Harald
Keilhack
"Schätze
im Stadtarchiv"
war das Thema einer interessanten Vorlesung vor dem
Seniorenkolleg. Frau Gabriele Viertel, Leiterin des Stadtarchivs,
informierte umfassend über die Archivbestände und die
Arbeit der Archivare. Nach Standorten im Rathaus bis Kriegsende
sorgte Rudolf Strauss 1949 für die Umsiedlung ins ehemalige
Städtische Leihhaus an der Aue, wo es seit 1951 aufgebaut wurde und
seit 1953 arbeitet.
Das Stadtarchiv übernimmt Schriftgut aus den Ämtern und Einrichtungen
der Stadtverwaltung, sichtet dieses, ordnet und katalogisiert und
kassiert Unwichtiges. Es gelten gesetzlich festgelegte
Aufbewahrungsfristen.
Im Mittelalter existierte ein Urkundenbüro, aus dem wichtige
Schriftstücke stammen, so u.a. königliche Urkunde über Schenkung
aus 1296, Päpstliche Bulle aus 1458 und Verträge mit Umlandadel
und Klöstern. Im Stadtarchiv befinden sich heute ca. 4000
Urkunden, darunter
- das früheste Ratsherrenbuch von 1486
- Steuer- und Geschossbücher ab 1495
- ab 1477 Aufzeichnungen über Zünfte (25 Innungsladen im
Rathaus)
- das sogenannte "Rote Buch" (Urkundenverzeichnis im 16.
Jahrhundert)
- das Goldene Buch der Stadt Chemnitz
Die Bibliothek des Stadtarchivs umfasst ca. 34000 Bände mit
inhaltlichen Schwerpunkten, u.a. Stadtgeschichte,
Rechts- und Verfassungsgeschichte, Industriegeschichte, Alltags- und
Sozialgeschichte, Geschichte der Arbeiter-
bewegung (ca.1200Bände), Lokalzeitungen ab 18oo.
Weiter besteht eine umfassende Plansammlung und ein zentrales
Bildarchiv, Akten des Chemnitzer Geschichtsvereins aus 8
Jahrhunderten, Polizeiakten , Stiftungsakten, Schulakten,
Plakate, Karten und Zeitschriften, rentenrechtliche Unterlagen,
Aufzeichnungen über Fremdarbeiter usw.
Das Archivgut umfasst 10 Regalkilometer (Rücken an Rücken),
darunter 4 lfdkm Akten 1945 - 1950. Eine Bestände-
Übersicht gibt es im Internet.
Für die Erhaltung des Archivgutes werden jährlich 60-65000 Euro
verwendet. Seit 1991 erfolgen Konservierungsarbeiten an Papier. Es gibt
eine Buchbinderei und eine Entschimmelungsanlage.
Die Aufbewahrung von Aktenbündeln erfolgt in Kartons, dabei gibt
es keine Roststellen.
Es ist nicht geplant, die Akten auf Mikrofiche oder ähnliche Medien
zu speichern, da man in diesem Falle die abgespeicherten Akten
kassieren würde, aber dauerhafte Konservierung nicht garantiert ist
Der Chemnitzer Geschichtsverein gibt seit 1992 mit dem
Stadtarchiv Jahrbücher heraus (bisher 15 Hefte). Seit 1994
erschienen 7 Hefte der wissenschaftlichen Reihe des Stadtarchivs,
2oo2 erschien die Geschichte der Stadt. Aus Anlass des 500.
Geburtstages des ehemaligen Bürgermeisters Agricola erschien eine Mappe
mit 20 Anlagetafeln und Auszügen aus seinen Werken. Eine weitere
Mappe über Stadtbefestigung und archäologischen Grabungen im
Stadtzentrum ist käuflich erhältlich. Im Stadtarchiv existiert
ein moderner Benutzerraum über 2 Etagen mit Kabinenplätzen und
Lesegeräten.
Seit 1971 registriert man jährlich etwa 14oo Nutzungen. Es werden
mehrtägige Weiterbildungen und Geschichtsunterricht veranstaltet.
Ausserdem können Führungen genutzt werden.
Alles in Allem war es eine sehr informative Vorlesung, die vom
Seniorenkolleg positiv aufgenommen wurde.
Christa
Käpernick
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