Zum Glück war ich wohl nicht sonderlich hochmütig, denn ich bin nicht runtergepurzelt. Allerdings hatte ich schon ordentlichen Respekt vor der Höhe. Sechs Meter - am Hang zum Fluss sicher mehr. Und keine auffangende Bouldermatte. Und die Äste des Baums waren so weit von einander entfernt … riesige Schritte von einem Ast zum nächsten.
Worum es überhaupt geht: Letzten Sonntag waren wir (Sandra, Katja, André und ich) mal wieder unterwegs. War ja super Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang mit GPS-Gerät. Auf unserer Geocaching-Route durch den Chemnitzer Stadtpark lag noch ein weiterer Schatz, den wir gleich mit bergen wollten. Die Koordinaten hatten wir zuvor durch Lösen eines netten Rätsels gelöst. Falls ihr auch eine Runde knobeln wollt, hier der Link zum Rätsel. Ist ganz gut durch logisches Denken lösbar … oder durch effizientes Probieren und logisches Schlussfolgern.
Wie in der Beschreibung steht, ist der Schatz in ca. 6 m Höhe versteckt. Wer sehen will, wie man ganz langsam und vorsichtig auf nen Baum klettern kann, schaue hier (eine André-Langer-Produktion):
Es war übrigens höher als es von unten aussieht und tiefer als ich hätte fallen wollen. Und mein Po hat den Boden bei der eleganten Landung nicht berührt.
Da schaut man einmal im Jahr in den Veranstaltungskalender von chemnitz.de, was so in der Stadt los ist (mit absolut niedriger Erwartungshaltung) und dann treten gerade an dem Abend Oliver Kalkofe und Achim Mentzel gemeinsam in der Stadthalle auf! Ein absolutes Traumpaar! Das konnten wir (Basti und ich) uns nicht entgehen lassen.
Der Saal war gut gefüllt (nur wenige Plätze waren unbesetzt) als Oli Kalkofe den geknebelten Achim Mentzel auf einem Bürostuhl auf die Bühne schob und das Publikum begrüßte. Anschließend zeigten die beiden, wie ihre “Hass-Liebe” begann (als Kalkofe Mentzel zum ersten Mal in seiner Mattscheibe veralberte und Mentzel “zurückschlug”). Es folgten putzige Bilder aus Achims Jugend und Karriere, die Oli natürlich auf gewohnt bissige Art kommentierte - was Achim mit viel Humor ertrug. Zwischen zahlreichen Ausschnitten aus der Sendung “Kalkofes Mattscheibe” (in denen vor allem Achim Mentzel das “Opfer” war) hatte das Publikum immer wieder die Möglichkeit, Fragen zu stellen. So erfuhren wir zum Beispiel, dass der nächste Teil der Wixxer-Reihe bereits in Arbeit ist und sicher auch für für Achim (dem Ur-Wixxer) wieder eine kleine Rolle gefunden wird.
Hin und wieder griff Achim Mentzel auch zur Gitarre und gab das ein oder andere Ständchen zum Besten. Beim ersten Lied musste er Oli Kalkofe noch mit Handschellen festketten, damit der nicht flüchtete. Oli holte dann ein großes Glas Spreewald-Gurken hervor und warf die Gurken einzeln ins Publikum. Wir saßen günstig (mittig in der vierten Reihe), sodass auch eine genau auf mich zugeflogen kam, die ich fangen und mit Basti verspeisen konnte.
War insgesamt ein sehr unterhaltsames Programm, bei dem kein Auge trocken blieb. Danach nahmen sich die Stars noch Zeit, Autogrammwünsche zu erfüllen und blieben, bis jeder, der wollte, sein Foto hatte (was zum Glück bei weitem nicht so viele wie beim Matthias-Schweighöfer-Kinobesuch waren ). Basti hat sich noch mit Herrn Kalkofe unterhalten und neben einem Händedruck das “Du” bzw. “Oli” angeboten bekommen. Außerdem ist er jetzt der beste Freund von Achim Mentzel, weil er (als einziger) dessen Album gekauft hat. Basti hat noch behauptet, das sei für seine Verwandtschaft im Westen. Aber Achim hat ihn sofort durchschaut: “Ach, sei ehrlich. Das ist doch für dich!” Ein Autogramm hat Basti natürlich auch noch drauf bekommen.
Ratet mal welche Widmung von wem ist! - Falsch! Die mit "Alles Liebe!" ist vom Herrn Kalkofe. Der Oli ist nämlich eigentlich ein ganz Lieber. :)
Nachdem Achim Mentzel traurig in der Ecke stand, weil jemand ihn nicht mit auf seinem Oliver-Kalkofe-Foto haben wollte, haben wir uns zu ihm gesellt. Was tut man nicht alles für dieses zauberhafte Lächeln. :)
Power-Posing mit Mentzel und Kalki :D
Fazit: Kalkofe und Mentzel sind wirklich zwei herzallerliebste Kerls, denen man nur das Beste für den weiteren Verlauf ihrer gemeinsamen Tour wünschen kann.
Gestern waren Anna, Sebastian, Sebastian und ich in den Tropen. Schön wars.
Südsee-Feeling im Februar - Lufttemperatur: 27°C, Wassertemperatur: 30°C.
Bei einer Deckenhöhe von 107 Metern wirkt die 27 Meter hohe "Riesenwasserrutsche" (rechts im Hintergrund) gar nicht mehr so riesig.
die Sebastians und ihr täglich Fleisch :)
mein Mittag: eine Folienkartoffel mit Lachs und Sour Cream
Nach dem Essen wurde am Strand gechillt.
Für 12 Euro Aufpreis kann man sich die Tropenwelt von oben ansehen.
gefiederte Bewohner der Tropical Islands
Brücke im Regenwald
Brückenblick auf eine Baustelle und nen Teich mit vielen Fischen und Schildkröten.
Angkor Wat Tempel mit Gott Vishnu
Basti und sein neues altes Auto
die Bali-Lagune - der zweite Badebereich auf den Tropischen Inseln
Modell der ehemaligen Cargolifter-Luftschiffhalle - wie man sieht, ist sie länger als der Eiffelturm hoch und die Freiheitsstatue würde darin winzig wirken.
Anna und Sebastian beim Muffins-Essen
Wenns draußen dunkel wird, wird die farbige Wasserbeleuchtung angeknipst.
Matthias Schweighöfer beim Autogramme schreiben und Fotos machen
Ganz nah! :) Danach ist er wieder in die andere Richtung gelaufen, ohne ein Foto mit mir zu machen. Hab mich insgesamt an drei verschiedenen Stellen des abgesperrten Bereichs angestellt ...
Am Ende hats doch geklappt mit dem Bild. :) Matthias sieht meinem Basti schon bissl ähnlich: Blonde Haare, grau-grüne Augen, einseitig hochgezogener Mundwinkel beim Lächeln, schwarze Klamotten ...
Heut war ich im Cinestar in der Galerie Roter Turm in Chemnitz, um mir Rubbeldiekatz anzusehen. Naja, eigentlich wollt ich nur den Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer treffen und hab ursprünglich drauf spekuliert, dass ich ihn ohne Eintritt zu zahlen irgendwo abfangen kann. Als ich ca. ne halbe Stunde vor Filmbeginn ins Kino kam, waren aber noch etwa 50 Plätze im Vorführungssaal frei und da ich allein unterwegs war, konnte mir die Frau am Schalter sogar noch nen relativ attraktiven mittigen Sitzplatz anbieten (wenn auch in der dritten Reihe - wo auch Prof. Ohler immer sitzt, den ich allerdings nicht gesehen habe). Hab mir den Film also doch angesehen - und es nicht bereut. Es herrschte ne super Stimmung im vollbesetzten Kinosaal (Frauenquote etwa 98% - einige Mädels hatten wohl ihren Freund mitgeschleift). Wie sich später herausstellte, gab Matthias auch nur in dem Bereich Autogramme, wo nur Leute mit Eintrittskarte hinkamen.
Der Film begann offiziell 14:30 Uhr … also die Werbung vorm Film ging da ungefähr los. Für 15 Uhr war Matthias Schweighöfer angekündigt. Nach der Eiswerbung war es dann auch etwa so spät. Daher hab ich erwartet, dass Matthias jeden Moment reinschaut und uns viel Spaß beim Film wünscht oder so. Das Licht im Saal blieb noch ne Weile an. Dann ging es allerdings weiter mit Werbung. Sehr viel Werbung. Fast als wolle man Zeit überbrücken, weil der Stargast noch nicht da war. Nach ganz ganz viel Werbung für alle existierenden Marken und Kinofilme ging dann doch noch der eigentliche Film los. War diesmal sogar der richtige. Vergangene Woche war ich mit Freunden und meinem Schatz im Kino, um den gestiefelten Kater anzugucken. Wir hatten uns schon über die teils actionreiche und brutale Programmvorschau vor dem Kinderfilm gewundert. Der Film begann dann mit einem tiefgründigen Zitat eines griechischen Philosophen. Es folgten befremdliche Bilder, bis jemand aus dem Saal rannte und wenig später der Film angehalten wurde. Dann wurde der richtige Film eingelegt, die Werbung vorgespult und ein uns bekannter Kater erschien auf der Leinwand.
Matthias kam dann jedenfalls erst nach dem Film vorbei, war aber gut drauf und beantwortete Fragen der Zuschauer. Hab gar nicht gewusst, dass er früher in Chemnitz gelebt hat und hier zur Schule gegangen ist. Einen Großteil seines “Auftritts” hab ich mitgefilmt. Da zahlte sich der Platz relativ weit vorn und mittig dann aus. Leider war es ziemlich dunkel, weswegen man nicht viel erkennt. Und die Tonqualität ist mal wieder nicht die beste. Aber ich denke, mit ein bisschen gutem Willen versteht man das meiste.
Gestern war ich noch vor der Arbeit fix einen Weihnachtseinkauf tätigen und hab es tatsächlich gewagt, vorher nicht in die Verpackung zu gucken, ob der Artikel in einem einwandfreien Zustand ist. Zu Hause ausgepackt, genau angeschaut und jede Menge Kratzer festgestellt. ‘Das tausch ich um’, dacht ich mir. Also pack ich das Ding heut morgen ein und mach mich auf den Weg ins Stadtzentrum. Ich bin fast da, da fällt mir ein, dass ich den Kassenzettel vergessen hab. Zum Glück fuhr bald eine Straßenbahn heimwärts. Ich fahr also zurück, hol den Zettel und erwisch genau die nächste Bahn ins Zentrum.
Da klingelt plötzlich mein Telefon. Dachte erst, es ist noch mal der Hausmeister, der wieder ein Päckchen für mich entgegengenommen hat. Der hatte mich heut Morgen schon angerufen, dass ich eins bei ihm abholen soll. Als ich paar Minuten später bei ihm in der Tür stand, meinte er hämisch grinsend: “Ach, doch noch die Karte* gefunden.” (*Er meinte den Zettel von der Post, auf dem steht, dass er mein Päckchen hat.) - Ich verkniff mir mein: ‘Nee, ich wollt nur nicht unbedingt nackt runterkommen.’ und sagte stattdessen: “Ja!”
Na jedenfalls ist es diesmal nicht der Hausmeister … hab ich gleich an der freundlichen, weiblichen Stimme erkannt. Das ist allerdings schon eine der wenigen Infos, die bei mir ankommen: “Hallo Frau Michael, hier ist wahblawäääheewublalalalu. Sie hatten sich bei uns als blawhaawää beworben. - Bei Ihnen ist es ganz schön laut! Hawahbääla. Können Sie mich jetzt besser verstehen?” Kann ich nicht wirklich. Es fährt nämlich eine Kindergartengruppe mit, die direkt neben mir vor sich her quakt und plärrt. Telefonieren unmöglich. Die nette Dame verspricht, mir eine E-Mail zu schreiben und legt auf. Keine fünf Sekunden später steigen die Kinderlein aus und es herrscht absolute Stille in der Bahn …
Beim Laden angekommen, bin ich mir nicht sicher, ob ich zum Info- oder zum Service-Schalter muss. Ich wende mich an den Security-Mann. Obwohl der sonst mitunter grimmig dreinschaut, ist er echt freundlich und lächelt sogar, als ich mich bedanke. Ich muss also zum Service. Hab noch ein, zwei Leute vor mir, dann bin ich dran und erläutere mein Problem - auf eine Weise, die den Herrn auch zum Schmunzeln bringt. Er füllt einen Zettel aus und schickt mich in den Laden, wo ich mich an eine Verkäuferin, am besten aus dem jeweiligen Bereich, wenden soll.
Tja, ich hatte mein Produkt aus dem Kassenbereich, also such ich mir dort ein schöneres aus und stell mich in die Schlange. Als ich dran bin, erzähl ich wieder von meinem Umtauschwunsch, werde aber gleich weggeschickt. Ich soll zu nem Verkäufer aus dem Foto-Bereich gehen. Hm, für mich waren “Verkäufer” immer die an der Kasse und die anderen in den “Bereichen” eher “Berater” und “Überzeuger”. Aber gut. Ich suche den Bereich Foto, aus dem ich meinen Artikel gar nicht hatte, und spreche wieder mal einen Herren an, der auch sehr nett ist, mich aber direkt an seine Kollegin weiterleitet: “Da wenden Sie sich am besten an die Frau mit den langen schwarzen Haaren.” - Da ist niemand mit langen Haaren! Aber ich kann mir denken, wen er meint. Die Dame hat zumindest längere Haare als mein Gesprächspartner - wenn auch sicher nicht halb so lange wie ich. Ich bedank mich wieder brav und lauf zur Schwarzhaarigen. Sie fertigt gerade noch einen Kunden hab, dann bin ich an der Reihe. “Ich möchte das hier umtauschen.” - “Wenn Sie Kaffeemaschinen suchen, wenden Sie sich bitte an meinen Mitarbeiter”, entgegnet Sie. “Nein, ich suche ein Radio”, ertönt es hinter mir, kurz bevor ich zu einem dummen Kaffeeautomaten-Kommentar ansetzen kann. Dann darf ich doch noch mal mein Problem erläutern. Die nicht ganz so freundlich wirkende Frau beäugt meinen Artikel kritisch, füllt dann aber doch den Zettel vom Service-Mann aus, mit dem ich dann noch mal zur Kasse oder Information muss. Ich hätte so gern auch noch der Info-Frau von meinen Umtausch-Plänen erzählt. Die telefoniert jedoch gerade, daher stell ich mich wieder an der Kasse an und bekomme mein Teil tatsächlich umgetauscht. Beinahe hätte ich das Kaufhaus allerdings trotzdem nicht verlassen können. Die Rolltreppe war nämlich stehen geblieben und davor bildet sich nun eine Traube Menschen, die mit der Situation völlig überfordert sind …
Daheim angekommen checke ich sofort meine Mails. Oh nein, zwei verschiedene Unternehmen haben auf meine Bewerbungen geantwortet! Allerdings ist die eine Mail eine Absage - ein Glück!
Letzte Nacht war ich mit etlichen anderen (vor allem Frauen) in einen großen Raum gesperrt. Die Firma, für die wir arbeiteten, hatte wohl Angst, dass wir der Außenwelt von ihren illegalen Machenschaften (welche auch immer das waren) erzählten, sodass jeder sofort erschossen wurde, der auch nur mit dem Gedanken spielte, abzuhauen. Nicht mal aufs Klo durfte man gehen! Es fielen so einige Schüsse und ich dachte, da komm ich nicht mehr lebend raus … Szenenwechsel: Julia Roberts hält den verängstigten Hugh Grant in den Armen. Hugh war eigentlich eine Frau, hatte sich aber umoperieren lassen, damit die Unternehmensleiter sie nicht mehr als Mitarbeiterin erkennen würden. - Ähhm, Moment mal! Hugh Grant? Julia Robert?? Szenenwechsel?? Das muss ein Film sein! Ich schau auf die Fernbedienung in meiner Hand und atme auf. Warum seh ich mir eigentlich allein und mitten in der Nacht so nen Müll an? Doch umschalten ist zwecklos. Der Film läuft auf allen Sendern! Die ersten Versuche, den Fernseher auszuschalten, scheitern ebenfalls. Doch dann ist das Bild endlich schwarz … und ich stelle entsetzt fest, dass ich doch nicht allein bin. Neben dem Fernseher steht eine dunkle Gestalt. Ich schau genauer hin und erkenne einen Mann aus der Firma - mit Waffe auf meinen Kopf gerichtet, den Finger am Abzug! Ich schließe die Augen. Nichts passiert. Als ich sie wieder öffne, verschwindet die Gestalt langsam und ich bin wieder allein. Ich steige aus dem Bett. Endlich kann ich aufs Klo gehen, ohne einen Kopfschuss zu fürchten … - Gegen meine Träume kann Hollywood echt einpacken.
Nach dem Toilettenbesuch war ich dann auf einer ziemlich absurden Model-Akademie. Es war schon verdächtig, dass dort Frauen sämtlicher Größen und Formen aufgenommen wurden. Gut, die Klamotten, die wir verpasst bekamen, waren irgendwie ganz cool und kreativ. Einmal hatte ich ein Kleid, dass man kurz oder lang tragen und mit Reißverschlüssen zum Overall umfunktionieren konnte. Irgendwann hab ich aber den Anschluss verloren. Meine Leute waren plötzlich weg, die Räume in dem verschachtelten Gebäude nicht mehr aufzufinden. Die Gänge führten ständig woanders hin, nur nicht dahin, wo ich hinwollte … Also zurückgespult und noch mal von vorn. Wir kommen mit dem Bus (Busfahrer: Hugh Grant!) in der Akademie an. Sehr gut, jetzt ist der große Model-Gemeinschaftsraum wieder dort, wo er war. Wir sollen irgendwelche Pillen schlucken? Kommt mir auch bekannt, wenn auch ungewöhnlich vor .. - viel weiter bin ich beim zweiten Durchlauf nicht gekommen. Und wie neun Stunden geschlafen haben fühl ich mich auch nicht.
Mir fällt grad auf, dass die Umstände “großer Raum”, “viele Frauen”, “machen müssen, was einem gesagt wird” - UND “Hugh Grant” in beiden Träumen ne zentrale Rolle gespielt haben … Vielleicht waren es gar nicht verschiedene Träume (Mir war eh so, als wär die Busfahrer-Hugh-Grant-Szene das Intro zum allerersten Traum gewesen) - vllt. haben in der ersten Version nur die im Traum verabreichten Drogen nicht mehr gewirkt. Ganz schön verwirrend.
Nette Werbeidee. Im ersten Moment sah es wirklich wie mit Kuli handgeschrieben aus. Frag mich nur, wie viele sich davon wirklich angesprochen fühlen. Nur blonde, schlanke, sommersprossige Mädels, die schon mal bei Espitas Buritos gegessen haben? Wäre eine recht kleine Zielgruppe. Ich stells mir aber lustig vor, wenn im Espitas demnächst hunderte Mädels auftauchen und enttäuscht wieder gehen, weil sie dort keinen Benni mit “I ♥ RIBS”-Tattoo finden. Aber wer weiß. Vielleicht gibt es ihn ja wirklich …
Achtung! In diesem Gastbeitrag berichtet für euch: MIRKMAN
Viel Spaß beim Lesen!
Tag 2:
Frisch gestärkt und nur von abreisenden, lärmenden Frühaufstehern und klirrenden Tassen (wie sich dann nach Ausschlafen und Aufstehen herausstellte, weil noch immer kaputt am Boden liegend) gestört konnte der zweite Tag der Stadterkundung beginnen.
Ziele für diesen Tag waren:
- der Rheinturm
- der Nordpark (laut Munga mit japanischem Garten)
- die Immermannstraße (japanische Geschäftsstraße)
Da ich den Rheinturm schon ausfindig gemacht hatte, machte ich mich erstmal auf die Suche nach dem Park. Nach Auskunft des Hotelrezeptionisten und meines Linienplanes lag der Nordpark an einer Haltestelle namens Aquazoo/Nordpark - logisch.
Nach schnellem Finden der richtigen Linie (ich hab endlich raus, wie man diese Linienpläne ließt) war ich nach 15 Minuten am Platz der Wahl. Leider Stellte sich nach den ersten Metern heraus, das es sich eher um den Nordfriedhof handelt. Nach einer schnellen Durchquerung gings also wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Innenstadt - und somit auf den Rheinturm. Am Samstag noch Probegeguckt ob der am Sonntag geöffnet ist, war nun im Gegensatz zum Vortag um die gleiche Uhrzeit eine Menge los, so das ich 15 Minuten auf meinen Fahrstuhl mit Chauffeur warten musste. Im Nachhinein habe ich gesehen, dass es eine Treppe gibt, wollte aber nicht das Risiko eingehen mit dem Öffnen der Tür evtl. den Alarm auszulösen.
Vom Rheinturm gabs eine schöne Aussicht weit ins Land, bei dem schönen Wetter. Den Kölner Dom hat man nicht sehen können, wie ich der Äußerung einer Besucherin entnehmen konnte. Den japanischen Tempel hab auch ich nicht ausmachen können, obwohl ich dachte das ich die ungefähre Richtung weiß. Falls ihn jemand auf einem der Bilder findet, Bescheid sagen.
Der Rheinturm hat bei Nacht noch eine Zweite Funktion außer als Aussichtspunkt. Er hat an der Außenseite eine Uhr aus Lauflichtern. geteilt in Sekunden, Minuten, Zehnerminuten, Stunden und Zehnerstunden kann man mit etwas Ahnung die Zeit ablesen… OK mit viel Ahnung.
Nach dem Turmabstieg gings an der Promendade zurück in die Innenstadt. Sonntags ist da allerhand zu bestaunen. Drachen fliegen am anderen Rheinufer, Entenfliegen beim Füttern, Fahrräder fliegen an der Mauer…
Außerdem gibts einen Bücherschrank in den man gern was ausgelesenes reinstellen und neues Mateiel herausnhemen kann und Bastler bieten Sangeskunst und skurrile Elektronik zur Schau feil.
Nach dem vielen gegucke gabs erstmal Mittag in einem von den gefühlten hundert italienischen Restaurants.
Danach war grad noch Zeit um auf der japanischen Geschäftsstraße zu schlendern und die Auslagen in den Fenstern zu bestaunen. Jetzt tat es mir leid, nicht auch am Samstag mal geschaut zu haben, bei den ganzen schönen Dingen hinter den Scheiben.
Ein ganz besonders gut besuchter Laden hatte dennoch geöffnet und ich habe mich einfach erstmal mit angestellt.
“Wenn da so viele Leute stehen, muss es was Gutes geben”, dacht ich mir. Als ich dem Angebotsaushang näher kam, erblickte ich, um was es ging. Getränke in giftig bunten Farben mit noch ungesünder anmutenden Kugeln drin. Da ich nun aber schon so viel Zeit investiert hatte und ich doch neugierig war was denn das für Murmeln waren, hab ich mir einfach eine nicht ganz so scheußliche Geschmacksrichtung ausgesucht: Johgurt-Limette.
Ich nahm an, das der Joghurt im flüssigen Anteil ist und die Limette die kleinen Kugeln sind. Allerdings war an der Bestelltheke eine weitere Liste, in der man noch eine Geschmacksrichtung für die Kugeln wählen musste. Da es Geschmacksrichtungen wie “Aloe-vera” und Co. gab, entschied ich mich spontan für “die orangen Dinger” - was dann Mango war.
Nach der Bestellung wurde bei japanischer Popmusik dann wieder gewartet. Ich bekam einen kleinen Zettel nebst Nummer und wurde nach 5 Minuten ausgerufen (mehr oder weniger - da die japanischen Bediensteten nur die letzten beiden Ziffern riefen). Mein fertiges Getränk bestand nun aus einer Mischung von Joghurt-Limetten-Wasser mit Eiswürfeln und Mango-Kullern am Boden. Der Becher ist praktischerweise zugeschweißt, so das man recht schwepperfrei nur noch mit dem Trinkrohr durchstechen braucht. Die Kugeln passen praktischerweise durch den Strohhalm. Nur sollte man die Kugeln nicht mit zu viel Schwung ansaugen. Zerkaut man die weichen und ca. 5mm großen Kugeln so platzen diese und der flüssige Inhalt / Geschmack wird freigesetzt.
Im Nachhinein eine lustige und offensichtlich beliebte Angelegenheit.
Rückfahrt und -flug waren ganz entspannt, außer dass am hochmodernen Flughafen Düsseldorf einige Gates nicht direkt in den Flieger leiten. Nach Verwirrung wegen nicht vorhandenem Flieger wurd mir gesagt, dass der Bus das Ziel des Gates sei. Der ist natürlich nicht geflogen, sondern war das “Shuttle” zum Flieger.
Turmuhr-Erklärung - leider bei schlechtem Licht
Turm-Schatten
Hier war am Vortag die Feiermeile.
Braunkohleabbau in der Ferne
Drachen fliegen oft am Rheinufer
strahlender Sonnenschein im goldenen Herbst
mit Schwung hinauf ...
... und wieder hinunter
Im offenen Bücherschrank darf sich jeder bedienen. Man nimmt sich, was man gern lesen möchte, und legt Ausgelesenes hinein.
Schrotti in Aktion
Viele Drähte und blinkende Lichter sind wohl der Grund für den Namen.
Die Stadt-Enten werden mit Liebe von Hand gefüttert.
japanische Alltagsgegenstände und Krimskrams :D
schöne Schalen für den Suppengenuss
schön scharf und ordentlich gepfefferte Preise ;)
Staubsagerroboter: Die Zukunft hat begonnen - zumindest im Wohnzimmer.
volles Programm mit allen mehr oder weniger leckeren Mischungen
letzte Warnung vor dem Rausschmiss
mein Fahrschein zum Geschmackserlebnis
0,5 Liter kleckersicher verpackt unter Schutzfolie. Die Kugeln sieht man leider gerade nicht.
Zum Schluss noch ein Klassiker - da ja so schon genug teure Autos durch Düsseldorf fahren.
Fazit:
Der Japantag und auch Düsseldorf sind auf Grund der allgemein recht hohen Japanerquote und den entsprechenden Veranstaltungen/Läden eine Reise wert. Falls es mal wieder klappt, werd ich auf jeden Fall wiederkommen. Allerdings das nächste Mal, wenns im Mai/Juni stattfindet. Da ist das Warten auf das Feuerwerk nicht so eine frostige Angelegenheit.
Achtung! In diesem Gastbeitrag berichtet für euch: MIRKMAN
Viel Spaß beim Lesen!
Im heutigen Beitrag dreht sich alles um den Japantag und meine Erlebnisse vom Wochenende in Düsseldorf.
Nach langem Hin und Her hatte ich mich dazu entschlossen das Wochenende des 15./16.10. in Düsseldorf zu verbringen. Am 15. sollte dort der alljährliche Japantag nachgefeiert werden (der sonst immer Mai/Juni stattfindet).
Der Anstoss zu der ganzen Geschichte kam von einer recht unbekümmert dahingetippten Zeile eines bis dato mir noch unbekannten IRC-Mitnutzers mit Namen Munga. Er - wie sich nach Fragen herausstellte ist Munga männlich - schrieb von seinem Vorhaben dieses Jahr wieder hinzugehen.
Da es um Japan ging hab ich gleich nachgeschaut, was das für eine Veranstaltung wäre und die Veranstalterseite gefunden.
Ab diesem Zeitpunkt war klar: Düsseldorf am Japantag ist ein Muss.
Die Tatsache das Düsseldorf eine der Städte Europas mit der höchsten japanischen Einwohnerzahl ist und dann auch noch ein deutsch/japanisches Fest ließen einiges erwarten. Auf die Art konnte ich mir mal für ein Wochenende einen Japankurzurlaub leisten ohne mehrere Tausend Euro und 3 Wochen Urlaub opfern zu müssen.
Als dann alle Hürden der Buchung genommen waren - heutzutage geht nix ohne Kreditkarte (danke Mutti) - konnt ich mich auf die Planung stürzen. Mitfahrer hatte ich keine und so habe ich mich einfach an den Kollegen aus dem IRC-Channel gehalten.
Dieser war glücklicherweise nicht abgeneigt einen ortsunkundigen Sachsen herumzuführen.
Da ich für ein Treffen mit einem gänzlich unbekannten nicht von vornherein alles preisgeben wollte haben wir ausgemacht das wir uns an einem markanten Punkt nahe des Festplatzes treffen. Einzig bekannt waren Ort, Zeit und als Erkennungsmerkmal grüne T-Shirts.
So konnte die Reise beginnen.
Tag 1:
Im ungewissen ob denn so ein Treffen gelingt ohne die Sicherheit zu haben im Notfall zum Handy greifen zu können, fand ich mich am Treffpunkt ein - zu spät. Schuld hatten meine Ortsunkenntnis und der Versuch mit dem Navi als Fußgänger hinzunavigieren.
Da die Technik in den Straßenschluchten anscheinend besonders auf Fußwegen keinen Empfang hat und nur Unsinn verzapft, habe ich das gute Stück wie eine Karte genutzt und mich anhand der Straßennamen hingefunden.
Zum Glück gabs noch einen Plan B - gleicher Treffpunkt nur eine Stunde später.
Nach einem ersten Erkundungsgang die Promenade entlang des Rheins kam ich überpünktlich zum Treffpunkt zurück und musste nicht lang auf “Munga” warten. Das grüne T-Shirt war der Beweis. Ich hatte meins nur zum Gegenbeweis in der Jackentasche mit.
Es stellte sich gleich heraus, das ich mir umsonst Sorgen gemacht habe wegen des Treffens mit einem Unbekannten aus dem Internet. So habe ich für den Samstag einen kompetenten Stadtführer gefunden, der sich mit der Geschichte der Stadt, dem Japantag sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln bestens auskennt.
Die erste Hälfte des Japantages wurde zusammen verbracht. Auf diese Art und Weise bin ich immer direkt zum Ziel gekommen ohne lang in Stadt- oder Fahrplänen zu suchen. Sehr praktisch so ein “personal guide”.
Erstes Ziel nach einer ausgiebigen Runde auf der Festmeile war der japanische Tempel von Düsseldorf. Das sogenannte EKO-Haus liegt in einem unscheinbaren Wohnviert westlich des Rheins. Dort war praktischerweise am Japantag der Eintritt frei, was jedoch auch andere Besucher zu schätzen wussten. Entsprechend schnell war der Tempel voll, als das Programm mit den musikalischen Darbietungen begann. Gespielt wurden japanische Volksweisen. Diese wurden zwar im Originalton, aber nicht mit Originalgesang vorgetragen. Der Text wurde vorher kurz auf deutsch vorgelesen … Daher habe ich mich nach 3 “Liedern” aus dem völlig überfüllten Tempelsaal verabschiedet (gaaanz leise) und mich der Besichtigungstour durch die klassisch japanische Wohnung gewidmet. Anzumerken ist noch, dass überall an den Eingängen zu Tempel- und Wohnbereichen Schilder stehen, die auf das Ausziehen der Schuhe hinweisen. Ein Schuhladen war nichts gegen die Auswahl dort am Eingang.
Der Garten im Außenbereich ist wunderbar anzusehen und so angelegt wie ich mir das für einen japanischen Tempel vorgestellt habe. Es gibt eine Gedenktstätte, die Statue eines buddistischen Prinzen, einen schönen Rundweg und eine große Glocke, die leider aus irgendeinem Grund für Besucher gesperrt war …
Nach der Tempelbesichtigung ging es zurück zum Fest selber. Mit der Erkenntniss, das der Japantag viele Fans hat.
Die Besucher auf der Uferpromenade waren um einige Tausend mehr geworden, Tendenz steigend. Auf den Freiflächen waren trotz des frischen Wetters (13-16°C) viele Cosplayer zu sehen, die teilweise recht fröstelnd dastanden. An den Ständen war der Andrang groß, sodass ich mich entschloss, nun meines Weges zu gehen. Mit meinem Führer hab ich mich einfach für später nach bewährtem System an gewohnter Stelle verabredet.
So konnte jeder sein individuelles Programm fahren. Ich hab die Zeit genutzt, um mich am shogi/go-Stand zu informieren und mit dem japanischen Veranstalter ein paar Worte zu wechseln - auf Englisch.
Am Stand für Kalligrafie hat man mich besser verstanden. Dafür durfte ich eine halbe Stunde warten bis ich einen Wunsch äußern konnte. Zu guter Letzt war noch das abgelegenere und deshalb nicht so volle Lager der Samurai dran. Leider war dort anfassen nicht erwünscht. Ich hätte mich ja gern einmal in der Schwertkunst versucht.
Nach erfolgreichem Wiederfinden meines guides kamen noch einige andere Verabredungen aus dem IRC zu unserer “Gruppe” hinzu und es wurde dem Abendprogramm gelauscht. Die Darbietungen der knapp bekleideten Trommler waren einer der Höhepunkte des Abends.
Krönender Abschluss war das alljährliche japanische Feuerwerk. Düsseldorf ließ sich nicht lumpen und bot ein fünfteiliges und dreißig-minütiges Feuerwerk mit allen Raffinessen. Man beachte Details wie smiley- und herzchen-förmige Explosionen.
Wie jedes Jahr endete alles mir einem grooßen Knall und sogleich stürmte alles nach Hause (bzw. in die Straßenbahn).
Eine ziemlich gedrängte Dreiviertelstunde später konnte ich dann endlich 10 Minuten vor Ladenschluss im Hotel einchecken.
der Treffpunkt: das Worringen-Denkmal in Düsseldorf
Der Turm ist ein Konkurrenzprodukt zum Pisa-Turm.
Wer findet die Brille?
Basierend auf einem Pilotprojekt aus der Nachkriegszeit wurde an den Fußgängerampeln eine Gelbphase eingeführt.
Darth Vaders Ausgehuniform
Samurai in voller Montur
alles was man damals so brauchte, bevor man vor die Tür ging
Der Falke hat soeben die Maske abgenommen bekommen und schon hat er Falken auf der Turmspitze des Rheinturmes erspäht.
Man sieht der Wohngegend nicht an, das hier ein solcher Tempel steht.
sehr harmonisch angelegt, der Garten
leider nicht für Besucher freigegeben
Die Ansicht verspricht ne ruhige Nachbarschaft.
schön verzierte Holztafeln unter der Decke
Falls man sich mal unauffällig verziehen will, gehts durch die Hintertür.