Diffusionsnebelkammer
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Bau der Nebelkammer
Zuerst habe ich die große 1500mm x 500mm Plexiglasplatte in 4 Seitenteile zu 500mm x 250mm und einen Deckel zu 500mm x 420mm zersägt.
In ein Seitenteil habe ich im unteren Teil Aussparungen für das Netzteil eingefügt.

In das Seitenteil, dass von der Netzteilanschlussseite gesehen links das Netzteil begrenzt, kommen der Ein/Aus-Schalter, die LED für den Betriebszustand und der regelbare Widerstand.

In die gegenüberliegende Seite werden Löcher gebohrt, in die die Schlauchanschlussstücke geklebt werden.

 

Um das Netzteil vor Wasser zu schützen, falls doch mal ein Leck im Kühlsystem auftreten sollte, wird ein Plexiglaskasten drumherum gebaut.

Der Kasten ist nach der Front und zu einer Seite hin offen, da er dort mit den Seitenwänden verbunden wird.

Die Aussparungen in der Bodenplatte soll später dazu dienen, dass Netzteil ohne Zerstörung des Nebelkammergehäuses ausbauen zu können. Zusätzlich kommen in die Bodenplatte in jede Ecke Löcher, um die Rollen festschrauben zu können.

die Einzelteile:
zusammengeklebter Kasten:
Bodenplatte:

Die Rollen werden an die Bodenplatte geschraubt und die Seitenteile verklebt.

Nun wird noch der Kasten für das Netzteil eingeklebt. Das gibt zudem zusätzliche Stabilität.

Der ATX-Mainboard-Anschluss des Netzteils wird an den Ein/Aus-Schalter und an die LED angeschlossen. Hierzu werden an die LED und den Schalter je zwei Drähte gelötet. Einer der beiden wird jeweils an einen Kontakt zu einem schwarzen Draht, der Masse, gesteckt. Der andere Draht des Schalters wird in den Kontakt des grünen Drahtes gesteckt, welcher dem Netzteil den Einschaltzustand mitteilt. Für die LED ist ein roter Draht, eine 5V-Leitung, das Gegenstück.

Für jeden der 6 Kühlkörper werden 4 Seitenteile zu 47mm x 15mm benötigt, die dann mit UHU por mit dem Kühlkörper verklebt werden. Sparsames Auftragen führt hierbei zu undichten Stellen.

Für jeden Kühlkörper wird nun noch ein Deckel mit 51mm x 51mm zurechtgesägt, in den noch 2 Löcher kommen, in die später die zurechtgeschnittenen Schlauchstücke geklebt werden.

Auf der Rückseite der Aluplatte werden die Peltiers mit dem Wärmeleitkleber festgeklebt. Die Verteilung ist hiebei nicht regelmäßig, da an der Stelle des Netzteils kein Kühlkörper Platz findet.

 

 

Nun wird die Rückseite mit den Moosgummiplatten isoliert. Da ich davon nicht genug hatte, habe ich die restlichen freien Stellen mit Styropor gedämmt. Weil die Drähte an den Peltierelementen sehr zum Abbrechen an ihrer Lötstelle neigen, habe ich die Drähte am Moosgummi mit der Pattex-Pistole arretiert.

 

 

Wiederrum mit Wärmeleitkleber werden die Kühlkörper auf die Peltiers geklebt. Da dieser Kleber nicht hochgradig mechanisch belastbar ist, habe ich nachträglich außen mit der Pattex-Pistole zusätzliche für Verstärkung gesorgt.

 

 

Nun kommen noch die Deckel mit bereits eingeklebten Schläuchen drauf. Diese habe ich zuerst mit Tangit in die Deckel geklebt und danach mit Pattex die Klebstellen verstärkt, da die Schläuche durch die Verbiegung unter starker Spannung stehen und ein Aufbrechen der Verklebung, während Wasser durch läuft, nicht wünschenswert ist.

 

 

Die Schlauchweichen verbinden die beiden Teilkreisläufe und die Schläuche, welche später mit den Außenanschlüssen verbunden werden. Diese Schläuche sollten lang genug sein, um die Platte später ein Stück herausnehmen zu können, damit man den Alkohol bei längerem Nichtgebrauch abgießen kann.

 

 

Nun werden die Peltierkabel noch verlängert. Die Länge ist so gewählt, dass die ganze Platteneinheit am Ende noch aus dem Kasten herausgenommen werden kann. Über die Lötstellen wird der Schrumpfschlauch gezogen und durch Erhitzung zum Zusammenziehen gebracht. Diese Isolierung ist nötig, damit es bei einem möglichen Leck im Kühlkreislauf nicht zum Kurzschluss kommt. Wenn man nur Kabel einer Farbe verwendet sollte man diese am offenen Ende markieren, um später nicht die Polung zu vertauschen.

Probehalber wurde hier die Platte schon mal in das Gehäuse eingesetzt. Wenn die Schläuche günstig gebogen werden ist es möglich, dass die Platte, wie auch anfangs vorgesehen, in der Mitte des Gehäuses platziert werden kann. Die kurzen Schläuche des Kühlkreislaufes stehen genug unter Spannung, um gleich als Füßchen zu dienen. Eine Ecke ist auf den Netzteilkasten gestützt.
Zwei Seitenteile für die Aluplatte haben die Abmessungen 500mm x 50mm x 2mm, zwei weitere sind 4mm länger.
Mit Uhu POR werden sie an die Platte geklebt. Die Kanten habe ich danach zusätzlich mit der Patex-Pistole abgedichtet und stabilisiert.

Aus 2mm dickem Plexiglas habe ich dünne Streifen gesägt, die 4mm unter dem oberen Rand des Kastens nun als Auflage für den Deckel dienen.

Die SEM4-Gegenstücke wurden auch eingeklebt.

 
zweiter Test
Die Peltiers sind an das Netzteil angeschlossen, die Pumpe pumpt Wasser durch den Kühlkreislauf und 1 Liter Wasser wurde auf die Platte gefüllt.
Das Netzteil zieht mit 350W-370W Strom und zeigt keine Anzeichen einer Überlastung. Bis auf zwei kleine Lecks an den Verbundstellen von Kühlkörper und Schläuchen, aus denen langsam tröpfchenweise Wasser austritt, läuft auch der Kühlkreislauf genauso wie geplant.
Nur die Kühlleistung lässt stark zu wünschen übrig: Während die 10 Liter Kühlwasser ihre Temperatur in nicht allzu langer Zeit von 14°C auf 27°C änderten, war der zu kühlende Liter grade mal zu einem Temperaturrückgang von 14°C auf durchschnittlich 5°C zu bewegen. Einzig über dem mittleren Peltier sank die Temperatur unter 0°C und eine Eisschicht bildete sich aus (auf dem Bild undeutlich erkennbar). Da der erste Peltiertest bereits -9,6°C an der Peltieroberfläche erzielte ist dies ein ernüchterndes Ergebnis.Offenbar ist der Arctic-Silver-Wärmeleitkleber für den Wärmetransport auf der kalten Peltierseite ungeeignet.
Daraus folgt, dass ich noch Peltier-Kontaktpaste kaufen muss. Damit klappt es dann hoffentlich.
 
Weiter als bis hier ist der Bau noch nicht fortgeschritten.
Ein wesentlicher Fortschritt ist vor dem Abschluss meiner Diplomarbeit (September 2005) nicht zu erwarten.
 
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