TU Chemnitz, Fakultät für Informatik
Lehrstuhl Modellierung u. Simulation
Prof.Dr.Köchel / Flohrer

Belegaufgabe zum Praktikum "Diskrete Simulation"


Rechner im time-sharing-Betrieb


Auf einem im time-sharing-Betrieb arbeitenden Rechner können bis maximal N Jobs gleichzeitig bearbeitet werden. Es werden automatisch jeweils so viele Zeitscheiben fester Länge vergeben, wie Jobs in Arbeit sind (d.h., wenn zu augenblicklich k Jobs (k<N) ein weiterer Job hinzukommt, wird für diesen eine (k+1).Zeitscheibe eingefügt).

Es treten 3 verschiedene Jobtypen mit folgender Charakteristik auf:

   Typ       relative Häufigkeit      Bearbeitungszeit
                des Auftretens        (in Zeitscheiben)
_________________________________________________________________


   A             1/2                1 oder 2, jeweils mit Wkt. 1/2

   B             1/3                Job wird unabh. von der Anzahl der bisher
                                    benötigten Zeitscheiben mit Wkt. p=1/2 in
                                    der nächsten Zeitscheibe fertig

   C             1/6                const = 10

Die Zwischenankunftszeiten der Jobs werden zunächst als exponentialverteilt angenommen; die Ankunftsintensität liege zwischen 0.25 und 0.35 Jobs je Zeitscheibe.
Stehen mehr als N Jobs zur Bearbeitung an, so werden diese in eine Warteschlange eingegliedert ( die maximale Warteschlangenkapazität sei 10 Jobs). Bei voller Warteschlange eintreffende Jobs werden abgewiesen.

Simulieren Sie den Betrieb des Rechners und untersuchen Sie dabei verschiedene Bedienstrategien !

Wie hoch ist jeweils

Wie ändern sich diese Parameter, wenn die Zwischenankunftszeiten gleichverteilt im Intervall µ +/- R sind ? Untersuchen Sie die Fälle R = 0.2 µ , R = 0.5µ und R = µ !
( Hinweis: Als Intervallmitte µ die Erwartungswerte der untersuchten exponentialverteilten Zwischenankunftszeiten wählen !)


Jens Flohrer; 12.12.1994