SCH2CGM, SCH2WMF oder SCH2EMF - Eagle-Schaltplan oder -Board in Vektorformat
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sch2cgm.ulp
wandelt eine Eagle-Schaltplanseite
in ein gängiges,
plattformübergreifendes Vektorformat, CGM (Computer Graphics
Metafile) um.
- sch2wmf.ulp
exportiert Schaltplan-Seiten
sowie Boards (bspw. Bestückungsdruck) in WMF-Dateien (Windows-Vektorformat) um.
- Minimale Dateigröße dank durchgehender 16-bit-Koordinaten
- Mit Ausschnitt-Auswahl (damit kann man Teile aus Schaltplänen exportieren)
- Für Eagle 4.x, 5.x und 6.x
- Echte Schriftausgabe, ggf. mit Umschaltung zur Symbolschriftart, korrekte Darstellung bspw. des Ω-Zeichens
- Die entstehenden Dateien können im Internet Explorer und Total Commander betrachtet werden.
- sch2emf.ulp
exportiert Schaltplan-Seiten
sowie Boards (bspw. Bestückungsdruck) in EMF-Dateien.
- Die Ausgabedateien sind doppelt so groß,
können jedoch Ω-Zeichen ohne Schriftartumschaltung
(Zwiebelfische)
enthalten.
- Zweisprachig, deutsch + englisch (ab Eagle 5.x)
- Ausschnitt-Auswahl und (ab Eagle 5.x) Auswahl der Markierung (also: Nur selektierte Elemente ausgeben)
- Für Eagle 4.x, 5.x und 6.x
- Problem: Keine Unicode-Zeichen under Eagle 6.x ausgebbar wegen Beschränkungen des Eagle6-ULP-Interpreters
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sch2emf+.ulp
exportiert Schaltplan-Seiten
sowie (vor allem) Boards in EMFplus-Dateien.
- Mit echter Transparenz gibt es dann hoffentlich beim PDF-Export keine Überraschungen mehr.
- Muss noch geschrieben werden!
Sicherlich haben Sie vor dem Problem gestanden, ein Stück
Schaltplan oder einen Bestückungsdruck in ein Word-Dokument einzufügen.
Bunt, wenn's geht. Skalierbar ohne Treppen-Effekte.
Dafür gab es etwa zwei brauchbare Lösungen:
- Export in ein hochauflösendes Bitmap (ca. 300 dpi, vorzugsweise .PNG)
- Ausdruck in PostScript und Umwandlung in .EPS-Datei
Für die Ausgabe für's Internet empfiehlt sich der Grafik-Export
bei 100 dpi (Board: 200 dpi).
Nachteile der bisherigen Lösungen
- EPS-Import erfordert PostScript-Druckerausgabe (PS, PDF)
- Text ist nicht durchsuchbar (sehr schlecht in mehrseitigen Schaltplänen)
- Gleiche Linien werden unterschiedlich breit dargestellt
(bes. auf Bildschirm, auch bei EPS-Import)
- Große Ausgabe-Datenmenge
Diese Nachteile betreffen auch die gewöhnliche (PDF-)Druckausgabe
von Eagle-Schaltplänen. Die Riesenhaftigkeit des Druck-Outputs
und die Effekte mit den unterschiedlichen Linienbreiten rühren aus:
- der kompletten Vektorisierung aller Texte (wenn man nicht aufpasst),
- der Ausgabe aller Linien als je ein Polygon mit zwei „achteckigen“ Enden.
Als weitere Unschönheit beim Drucken ist zu nennen:
- Board: Die Ausgabe pseudotransparenter Board-Layouts
(bspw. papierner Bestückungsdruck)
erfordert den Umweg über den Bild-Export und der Bild-Nachbearbeitung.
- Schaltplan: Die Ausgabe der Layer erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
als auf dem Bildschirm.
Mit der Folge, dass (mit einem hellgrauen User-Layer) hinterlegte
Schaltungsteile auf dem Drucker hinter der Hinterlegung verschwinden!
Eine bessere Lösung
Diese ULPs erzeugt von der aktuellen Schaltplanseite oder Board-Ansicht eine
Vektorgrafik, die einfach in Textverarbeitungen eingefügt werden kann.
Sämtliche Größeninformationen bleiben erhalten,
sodass auch ein maßstabgerechter Ausdruck möglich bleibt.
Konfigurationsdialog beim ULP-Start
Pro:
- Keine Notwendigkeit (leider) wenig gebräuchlicher Tools wie GhostView
- Keine Grafik-Zwischenverarbeitung
(PaintShopPro oder Photoshop: Farbanzahl reduzieren, DPI-Zahl setzen)
- Die eingefügte Grafik ist am Bildschirm sichtbar
(im Gegensatz zu manchem EPS)
- Bestechend gute Wiedergabe der Zeichenelemente und Schrift auf
Bildschirm und Drucker
- Text durchsuchbar (im Word-generierten PDF beispielsweise)
- Kompakte und dennoch menschenlesbare (nur CGM) Zwischen-Datei
- Perfekte Lösung für Windows-Hilfedateien
(.HLP – bei .CHM-Dateien ab Internet Explorer 6)
- Gut komprimierbar; nach Kompression deutlich kleiner als .PNG-Dateien
(von .JPG keine Rede!)
Kontra:
- Schrift-Ausdehnung gegenüber Eagle-Vektorschrift leicht verändert
- Einige seltener verwendete Zeichenelemente werden anders als
in Eagle wiedergegeben:
- Polygone mit runden Begrenzungs-Segmenten (Geraden-Approximation)
- Gestrichelte Linien (Mapping auf CGM- bzw. Windows-Strichelung)
- Schraffuren und Füllmuster (Mapping auf CGM- bzw. Windows-Schraffuren;
unter Windows ist auch die Ausgabe exakter Eagle-Füllmuster möglich)
- Überraschungen möglich beim Ausdruck pseudotransparenter Board-Layouts,
besonders bei PostScript- und PDF-Ausgabe;
dumme Tintenstrahldrucker machen keine Probleme.
- Transparenz verschwindet, Layer sind deckend
- In Komplementärfarben dargestellte Linien werden in ihrer
Ursprungsfarbe dargestellt (nicht jedoch Füllflächen)
- Windows-Schraffuren erscheinen zu groß
- Eagle-Schraffuren (8x8-Bitmaps) erscheinen als Klötzchengrafik.
Für den Ausdruck vorgesehene Board-Layouts daher vorzugsweise ohne
Transparenz und ohne Schraffuren ausgeben.
- Neu: Viele dieser Überraschungen lassen sich abstellen,
allerdings auf Kosten der Dateigröße und der Darstellungsgeschwindigkeit.
EMF hat die gleichen Probleme; erst EMF+ kann das Transparenzproblem lösen.
So sieht ein Schaltplan mit SCH2WMF aus (WMF-Skalierung: 1:1)
Hier dargestellt sind .PNG-Dateien, die zwecks Darstellung im WWW
aus den .WMF-Dateien erzeugt wurden.
Nur mit dem Internet Explorer ≥ 6 wäre eine direkte Darstellung möglich.
Die .PNG-Dateien sind etwa gleich groß oder sogar kleiner
als die .WMF-Dateien!
Allerdings lassen sich .WMF-Dateien gut packen, wohingegen .PNG-Dateien
kaum komprimierbar sind.
| Eagle-Ansicht
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|---|
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| Einstellung | Ausgabe-Datei
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 7200 Byte |
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 7340 Byte |
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 7280 Byte |
Mein Lieblingsformat (voreingestellt)
 7340 Byte |
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So sieht ein Board mit SCH2WMF aus (WMF-Skalierung: 2:1 vergrößert)
| Eagle-Ansicht
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|---|
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| Einstellung | Ausgabe-Datei
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|---|
 |  11028 Byte, für mehrere Layer kaum verwendbar
 |  11184 Byte, Voreinstellung bei oben gezeigter Eagle-Ansicht
 |  11154 Byte
 |  11154 Byte, automatische Komplementärfarbenausgabe
Mein Lieblingsformat Kann nur auf GDI-, nicht auf PCL- oder PostScript-Druckern ordentlich ausgedruckt werden!
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Die erzeugten Beispiel-WMF-Dateien zum Download.
SCH2EMF erzeugt Dateien mit nahezu dem gleichen Ergebnis.
Die Dateien sind etwa doppelt so groß
(32 statt 16 Bit für jede Koordinate, größere Header).
Viele Darstellungsvorteile sprechen für EMF, bspw:
- Echt gespiegelter Text per Weltkoordinatentransformation,
- Bogenstücke mit geraden Enden ohne Polygonsubstitution,
- Mit Schraffur gefüllte Linien von schraffierten Layern,
- Unicode-Text mit Symbolen, ohne Darstellungsfehler auf Fernost-Systemen,
gerade diese Extras werden jedoch unter Windows 9x/Me nicht oder falsch dargestellt.
Das Hauptproblem, transparente Layer, wird leider nicht besser gelöst als mit SCH2WMF.
Neu: Partielle Ausgabe
Durch Markieren gewünschter Schaltungs- oder Board-Teile
kann ein Ausschnitt zur Vektorgrafik exportiert werden.
Alle außerhalb liegenden Elemente werden weggelassen;
partiell sichtbare Teile werden geclippt.
Hier hat der Betrachter des Total Commander 6.x und 7.x noch einen Bug mehr: Beachtet bei der Skalierung das Clipping-Rechteck nicht.
Zur Auswahl dient das Zeichnen eines temporären Rechtecks
in Layer 91 (NETS) bzw. 20 (OUTLINE).
Weitere Informationen siehe sch2wmf.txt.
Bei der Eagle-5.x-Version von SCH2EMF kann zur Selektion auch die
Eagle-interne Selektion benutzt werden.
E-Mail: Henrik Haftmann
Chemnitz, letzte Ãnderung: 04.02.2013