USB-3.0-Strommesser

Bei verdächtigen Geräten sowie bei Eigenbauten möchte man gern die Stromaufnahme von USB-Geräten messen, ohne sein Multimeter dafür herzugeben. Für Stromversorgung sorgt USB ohnehin, da eignet sich auch eine altmodische Schaltung mit LED-Anzeige, ganz ohne Batterien.

1. Variante: Mit C520

Der Rückgriff auf die Bastelkiste mit DDR-Bauelementen erfolgte, um mal lagernde Bestände auszuräumen. Richtig schön macht sich der anreihbare Stufenschalter. Einige neumodische „NSW“-Bauteile werden dennoch gebraucht: Der Einsatz des „besseren“ A/D-Wandlers C500 + C502 bot sich nicht an wegen seiner ungünstigen Stromversorgung mit ± 15 V. Der C520 begnügt sich dagegen mit 5 V, optimal für USB also.

Schaltung

[Schaltplan]
Schaltplan, Eagle-Quelle [Auge]

Hinweis: Die Eagle-Quelle enthält auch eine ordentliche, aufs notwendige reduzierte und universell einsetzbare Eagle-Bibliothek mit C520 und D348 und ist komplett deutsch kommentiert.

Funktionsprinzip

Layout

[Layout][Layout]
Doppelseitiges Layout

Das handgeroutete Layout ist passend für das Gehäuse gemacht und ist mit häuslichen Mitteln erstellbar:

Aufbau-Fotos

 
Die bestückte Leiterplatte von oben und unten. Der C520 und der Siebensegmentdekoder befindet sich unter den gesockelten Anzeigen.

Weitere Fotos:

Resümee

Der High-Side-Strommesser INA201 hat laut Datenblatt bis zu 1 V (viel zuviel) Restspannung, um als geeigneter Rail-To-Rail-OPV durchzugehen. Bei mir sind's zum Glück nur 8 mV. Der Eingangswiderstand ist für den Stromteiler zu gering, sodass dieser nicht ganz dekadisch arbeitet. Eine nachträglich eingebaute Biasstromkompensation (200-Ω-Widerstand am +-Eingang) ist unbedingt erforderlich.

2. Variante: Mit Mikrocontroller

Verendende Bestände an C520 führen zur Lösung mit Mikrocontroller, entweder Atmel ATtiny/ATmega oder Texas Instruments MSP430. (Einen C7136 wollte ich mir nicht antun.)

Später mehr!


Henrik Haftmann, 31. Mai 2010