Symptom: Windungsschluss macht Induktivität zum Kurzschluss.
(Wie Transformator mit kurzgeschlossener Sekundärwicklung.)
Ursachen sind mangelhafte Isolation des Kupferlackdrahtes sowie
Luftblasen in der Vergussmasse.
Auffindung: Macht sich durch defekten Zeilentransistor oder zusammenbrechende Stromversorgung bemerkbar. Bisweilen auch Vorankündigung durch horizontales Zusammenzucken des Bildschirms. Lässt sich nur indirekt nachweisen.
Ersatz: Nur mit gleichem oder Ersatztyp
Bevorratung: Praktisch unmöglich; ich hebe nun jeden Zeilentrafo auf, aber konnte noch nie einen davon wieder verwenden:-(
Bei älteren Fernsehern ist es wirlich ein reiner Transformator
(ÜHA111 aus einem RFT-Fernsehgerät Baujahr 1990).
An seinem seitlichen Anschluss wird die sog. Hochspannungs-Kaskade,
eine vergossene Schaltung mit Dioden und Kondensatoren, angeschlossen.
Die Wicklungen werden häufig in Epoxidharz eingegossen.
Bei neueren Fernsehern sowie
bei nahezu allen Monitoren wird ein sog. Diodensplit-Transformator
(hier aus einem 14"-Highscreen-Monitor) eingesetzt.
Dieser enthält die „Kaskade“ in Form einer speziellen Wicklung mit
zwischengeschalteten Dioden sowie fast immer auch zwei bis drei
Potentiometer zur Schirmgitter- und Fokussierspannungs-Einstellung.
Die Schirmgitter-Spannung (um 1 kV?) stellt die Helligkeit grob,
die Fokussierspannung (um 5 kV?) - wie der Name andeutet - die Bildschärfe.
Die Anodenspannung, erkennbar an dem dicken Kabel mit dem „Saugnapf“,
beträgt typ. 25 kV, und es fließen immerhin 1..3 mA.
Mit dem Oszilloskop und einem 100:1-Tastkopf (DC-Kopplung) ist die typische Sinus-Halbwelle mit ca. 1500 V auszumachen. Alles andere deutet auf einen defekten Trafo hin. Falls der Kondensator defekt ist, überlebt es der Transistor nicht!
Allzu häufig löst sich mit einer der o. g. Entlastungen das Problem:
| ÜHA 103 | HR 5664 |
| ÜHA 104 | HR 5666 |
| ÜHA 105 | HR 5665 |
| ÜHA 106 | HR 5667 |
| ÜHA 108 | HR 5662 |
| ÜHA 111 | HR 5663 |
| ÜHA 112 | HR 5670 |