MCFB Mikrocontroller-Fernbedienung

Diese Kabel-Fernbedienung im Conrad-Handgehäuse (70x125x28) ist für die Einstellung und Diagnose von PIC-Mikrocontroller-Schaltungen gedacht. Sie besitzt eine 4stellige LED-Siebensegment-Anzeige und sechs Tasten aus einer ausgedienten PC-Tastatur.

Zur Ansteuerung dienen Schieberegister: Sie sind seriell einfach anzusteuern, und sie verbreiten bei stehender Anzeige keine EMV-Störungen im Gegensatz zu gemultiplexten Anzeigen. Das Schaltungskonzept kann ohne weiteres auf beliebig viele Stellen, Segmente und Tasten ausgeweitet werden.

Das Konzept eignet sich insbesondere auch für den festen Einbau in Geräte, die trotz digitaler Benutzerfreundlichkeit mit Null(!) Störung arbeiten sollen, wie steuerbare Oszillatoren, Filter, Modulatoren u. ä.

Die Verbindung zur PIC erfolgt mit nur 3 Leitungen:

Zum Anschluss ist ein 5poliger Diodenstecker vorgesehen.
Seine Beschaltung ähnelt der des PC-Tastatursteckers:
Pin 1	SD	Serielle Schiebedaten
Pin 2	GND	Masse
Pin 3	SC	Serieller Schiebetakt
Pin 4	5P	Betriebsspannung 5V (muss stabilisiert sein!)
Pin 5	TA	Tastenstatus
Die innere Beschaltung der Einänge mit Widerständen nach Masse ermöglicht Plug-And-Play. Dies ist auch erforderlich, da der Mikrocontroller die Anzeige beim Anstecken aktualisieren muss. Die Erkennung des Ansteckens und eines Tastendrucks kann voll interruptgesteuert erfolgen; so kann die PIC im Schlafmodus verbleiben, und der abgeschaltete Oszillator ermöglicht völlig EMV-störungsfreien Betrieb. Auch das Loslassen einer Taste kann interruptgetrieben abgefragt werden, sofern man nur eine gleichzeitig gedrückte Taste zulässt, ansonsten muss zyklisch abgefragt werden, bis alle Tasten losgelassen sind. Auf der Mikrocontroller-Seite werden Pull-Up-Widerstände benötigt, z. B. die in der PIC auf PortB eingebauten und aktivierbaren.

Es wurde auf minimale Bauelemente-Anzahl Wert gelegt. Als Anzeige kamen die DDR-typischen VQE14 oder VQE24 zum Einsatz. Damit die Schieberegister nicht so viel Platz verbrauchen, sind diese als SMD-Version hinter die Anzeige gesetzt. Wegen Stromergiebigkeit kommen nur HC- und HCT-Typen in Frage. Diese treiben ohne Vorwiderstände die LEDs. Die 5-V-Versorgung wird durch 2..3 in Reihe geschaltete Dioden auf akzeptable LED-Helligkeit und -Belastung reduziert; als Widerstände dienen so die Bahnwiderstände der LEDs.
Die Tastenabfrage wird über ein weiteres Schieberegister und Software realisiert.

Die Ausgänge der Schieberegister sind mit den Segmenten leider nicht in üblicher Zählweise verbunden, um das Leiterplatten-Layout einfach zu halten. Hier sollten dem (PIC-)Programm folgende Definitionen mitgegeben werden:

a	equ	02h
b	equ	08h
c	equ	10h
d	equ	40h
e	equ	20h
f	equ	01h
g	equ	04h
h	equ	80h
Programmatisch muss bei jeder Änderung die gesamte Schieberegister-Kette aktualisiert werden; durch die Geschwindigkeit der PIC sind dabei keine Flackereffekte zu sehen.
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