Die Forsythe-Kode beschreibt eine Schachstellung sequentiell von links oben nach rechts unten durch zeilenweise Kodierung der jeweilgen Feldinhalte:

Schachfigur Diagramm-
Symbol
Forsythe-Kodierung (Standard: Englisch)
englischdeutschitalienischFIDE
weißer König K KKRK
weiße Dame D QDDQ
weißer Turm T RTTR
weißer Läufer L BLAB
weißer Springer S NSCS
weißer Bauer B PBPP
schwarzer König k kkrk
schwarze Dame d qddq
schwarzer Turm t rttr
schwarzer Läufer l blab
schwarzer Springer s nscs
schwarzer Bauer b pbpp


Sonstige Kodierungen in Forsythe-Strings

1 ... 9 (Ziffern):
Anzahl aufeinanderfolgende Leerfelder.
Achtung: Aufeinanderfolgende Ziffern werden (bei mir) nicht zu einer Zahl zusammengefaßt! "..12.." definiert deshalb nicht 12 Leerfelder sondern nur 3 (1 + 2)! Zwölf Leerfelder wären z.B. durch "..66.." zu kodieren.
/ (Schrägstrich):
Ende einer (horizontalen) Reihe.
- (Minuszeichen):
Nicht vorhandenes Feld (Loch!) im Schachbrett. Das ist eine Erweiterung von mir!
. (Punkt):
Feldinhalt unverändert lassen. Das ist eine Erweiterung von mir für spezielle Anwendungen, in denen Diagramme interaktiv modifiziert werden!
unbekannte Zeichen (z.B. Schreibfehler):
werden im Diagramm durch ein ? (Fragezeichen) angezeigt.

Beispiel:

"rnbqkbnr/pppppppp/8/8/8/8/PPPPPPPP/RNBQKBNR"
beschreibt die Grundstellung im Normalschach.

Achtung: Oft wird die Forsythe-Notation als "FEN" (Forsythe-Edwards-Notation) bezeichnet. Das ist insofern sprachliche Schluderei, als der Forsythe-String nur den ersten (allerdings den quantitativ größten) Teil der FEN darstellt. Eine andere Erweiterung der Forsythe-Notation ist als "EPD" (Extended Position Description) bekannt. In beiden Fällen ist der Forsythe-String durch weitere Angaben zur aktuellen Position ergänzt, die für das korrekte Spielen einer Partie (speziell mit Computern) bekannt sein sollen.

Eine komplette FEN enthält folgende Felder:

  1. die Positionsbeschreibung durch die Forsythe-Notation;
  2. der am Zug befindliche Spieler: 'w' (Weiß) oder 'b' (Schwarz);
  3. Rochaderechte von Weiß und Schwarz: (Kombination aus "K", "Q", "k" und "q" oder ein "-");
  4. Feld, auf dem evtl. die Möglichkeit des ep-Schlagens besteht: ("a3", ..., "h3", "a6", ..., "h6" oder "-").
  5. Anzahl der Halbzüge ohne Schlagen oder Bauernzug;
  6. Zugnummer (Vollzüge)
Eine EPD beginnt mit vier festen Datenfeldern gleichen Inhalts wie bei der FEN. Danach können beliebig viele weitere "Operationen" folgen. Man kann damit (muß aber nicht) weitere Informationen, z. B. die Zugnummer, angeben.

Beispiel: die Anfangsstellung im Normalschach:

a) als FEN:

"rnbqkbnr/pppppppp/8/8/8/8/PPPPPPPP/RNBQKBNR w KQkq - 0 1"
b) als EPD (minimale Form und mit denselben Informationen wie FEN):
"rnbqkbnr/pppppppp/8/8/8/8/PPPPPPPP/RNBQKBNR w KQkq -"
"rnbqkbnr/pppppppp/8/8/8/8/PPPPPPPP/RNBQKBNR w KQkq - hmvc=0; fmvn=1;"

Zum Nachschlagen: PGN-Standard, enthält im Kapitel 16 die Beschreibung von FEN und EPD.


© Alfred Pfeiffer, Chemnitz 1998, 2001.